Mit den beiden Juniors endet ein toller Sommer

Dann fand er statt: der fliegende Wechsel. So schnell konnte ich gar nicht mit den Ohren schlackern und dem Schwanz wedeln, wie die einen plötzlich weg und die nächsten an Bord waren. Es reichte nicht mal für eine gemeinsame Tasse Kaffee und ein bisschen großes Rudel-Feeling. So flink saßen Tantchen und Onkel in dem Auto, mit dem der Junior und seine Schwester angereist kamen. Seit Wochen hatten wir die gesamten An- und Abreisen in logistischer Feinarbeit ausgetüftelt. Ist ja nicht so ohne, wenn man mit dem Auto in die Ferne reist, aufs Schiff umsteigt und das Auto zurücklassen muss.

Letztendlich griff man zu guter Letzt auf meine brillante Ausarbeitung zurück. Es dauerte eine geschlagene Weile bis ich mich über die gesammelte Begriffsstutzigkeit meiner Menschen hinwegsetzen konnte. Nachdem ich es aber diverse Male erklärt und aufgemalt hatte, hatten es alle Anwesenden durchdrungen: Demnach kam Crew Nr. 1 mit dem eigenen Auto angefahren und ließ es sicher in einem Parkhaus in St. Raphael stehen. Crew Nr. 2 kam nun ebenfalls mit Auto Nr. 2 nach Nizza und übergab selbiges – natürlich erst nachdem sämtliche Leckereien ausgeladen waren – an Crew Nr. 1, die damit nach St. Raphael fuhr, um dort wieder in ihr eigenes Auto umzusteigen. Unseres wurde im selben Parkhaus auf dem Nachbarparkplatz abgestellt.

Wir würden auf unserer Rückreise ebenfalls wieder in St. Raphael vorbeikommen und nach langem Durchspielen sämtlicher Möglichkeiten hatte ich mich entschieden, das Auto parallel eine Weile mitzunehmen. Ich bestimmte Frauchen als Fahrerin. Schließlich hatte sie nun schon länger Boot fahren dürfen. Mir spielte es ganz nebenbei ebenfalls in die Karten: Nach dem gesamten Wellengeschockel war ich ganz froh über ein bisschen Abwechslung und so teilte sich die Crew. Der Vorteil bestand darin, dass wir das Auto mit bis ans Ende der Tour nehmen konnten (Port-St. Louis). Von da aus, würden wir die beiden Juniors nach Marseille bringen, wo sie in den TGV steigen konnten. Wir hatten das Auto am Ziel, wo wir alles, was wir im Schiff hatten, ausräumen und mit nach Hause nehmen konnten. Clever ausgedacht. Aber so weit waren wir ja noch nicht.

Monaco war sich zu fein für uns

Den ersten Tag genossen wir erst mal uns und Nizza. Schließlich kannten Junior und Juniorline die Stadt noch gar nicht. War mir recht. Schließlich hatte ich neue leckere Zahnbürsten und ein neues Schwimmtier bekommen und war damit im siebten Himmel.

Als die Vier von ihrer Sightseeing-Tour zurückkamen fiel mir auf, dass Frauchen mit einem ziemlich blauen und dicken Fuß zurückkam und nur noch humpelnd an Bord klettern konnte. Dusseligerweise war sie der Meinung gewesen, einen Bordstein übersehen zu müssen, während sie sich unterhielt, Multitasking lässt grüßen. Dafür hat sie sich noch nicht mal ein äußerst schwieriges und abenteuerliches Schiffsmanöver ausgesucht, sondern eine kleine unscheinbare Gehsteigkante von 5 cm Höhe. Können ist anders und Herrchen kann von Glück sagen, dass er Unterstützung von zwei tatkräftigen, jungen Leuten hatte. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie das sonst hätte weitergehen sollen. Ich kann ja vieles, aber nicht alles. 

Man besorgte schnell eine Fußbandage in der Apotheke, die gut half, kühlte die lädierte Stelle und so konnte das Programm wie geplant weiter gehen. Das sah vor, den ersten Schlag nach Monaco zu machen. Schließlich wollte man sich für einen Abend schick und das Casino unsicher machen. Der kleine Stadtstaat hält sich aber für etwas ganz Besonderes und so wollte der Hafen im Vorfeld Unterlagen geschickt haben, die man nicht mal benötigt, wenn man sich beim tuvalusischen Geheimdienst bewerben möchte. Da wir gar nicht alles verstanden, rief der Captain dort an und vereinbarte mit dem diensthabenden Beamten, dass wir erstmal kommen sollten. Dann würde man schon einen Platz für uns finden. Gesagt, getan. Wir fuhren 20 km nach Monaco, nur um dort abgewiesen zu werden. Man hatte kein Herz für uns und unsere Spielambitionen und so trollten wir uns von dannen. Der nächstgelegene Hafen schien ebenfalls voll zu sein. Die gaben erst gar keine Antwort auf unseren Funkspruch. Und so wurde es Antibes, ein beschauliches Städtchen, das uns herzlich aufnahm und uns einen schönen Abend im Herzen des Hafens bescherte. 

Einen Tag später war dann St. Raphael an der Reihe. Dort bekamen wir keinen Platz und mussten weiter. Frauchen und ich wurden kurzerhand an Land gelassen und machten uns mit dem Auto auf den Weg zu unserem Ziel nach Cogolin. Mir machte das den totalen Spaß. Ich hatte die Rückbank ganz für mich alleine, streckte mich der Länge nach aus und hatte weder mit Wellen noch mit Übelkeit zu kämpfen. Da wir Zeit hatten, verzichteten wir auf Autobahnen und fuhren am Meer entlang. Wir konnten unterwegs Besorgungen erledigen und hatten am Abend das Auto zur Verfügung, wenn es mal etwas weiter weg gehen sollte.

Allerdings brauchte ich ein paar Tage, um das System zu verstehen. Am Morgen hatte ich schon ein bisschen Angst, wenn ich mit Frauchen von Bord ging. Vielleicht waren wir jetzt die Crew, für die die Reise zu Ende war? Vielleicht würde ich mit ihr jetzt nach Hause fahren, während die anderen noch weiter an der französischen Küste entlang fahren konnten? So fiel mir jeden Abend ein Stein vom Herzen, wenn unser Schiff und die Crew im Hafen auftauchte und wir alle wieder zusammen waren. 

Etwas diffizil wurde es in Cassis. Sowohl für die Crew als auch für uns. Es hatte sich wieder ein 4er Wind angekündigt, der in einen 5er übergehen wollte. Deshalb hob ich sofort die Pfote, als es darum ging, wer Auto und wer Schiff fährt. Für unsere Restroute konnten wir uns aber keinen weiteren Tag Pause gönnen. Schließlich hatten wir im Trockenhafen bereits einen Termin vereinbart, an dem das Schiff sicher aus dem Wasser musste. 

Während die Wassercrew ziemlich mit den Wellen kämpfen musste, drehten wir über zwei Stunden unsere Runden durch die Stadt, bis wir endlich einen Parkplatz fanden, der bezahlbar war und in der Nähe des Hafens lag. Die Wassercrew kämpfte über Stunden mit ziemlich heftigen Wellen und bekam den einen oder anderen Schwall Wasser durchs Fenster. Zu Erkundungszwecken wollten sie in den benachbarten Calanque anlegen, die unter Schiffsfahrern ziemlich berühmt und angesagt sind. Diese fjordähnlichen Küsteneinschnitte laden zum geschützten Anlegen ein. Da sie mit unserem dicken Brummer nicht ganz so tief einfahren konnten, torpedierte der Wind das Anlegemanöver ziemlich heftig. Ein sicheres Anlegen gelang kaum und so kehrte die Crew fast zeitgleich mit uns in den Hafen zurück.

In Cassis würden wir drei Tage bleiben, bevor es in einem letzten großen Schlag bis in den Hafen in Port-St. Louis ging, wo wir vor fast vier Wochen ins Meer eingetreten waren. Wir genossen drei Tage den Ort, der ausgesprochen entzückend zu betrachten war und ließen die Seele locker baumeln. Endlich hatten die beiden Junioren mal so etwas wie Urlaub. Wir wanderten zu Fuß in die Calanque, die sich als atemberaubend schön entpuppte. Mein Junior-Chef und ich gingen sogar ins Wasser und er trug mich dabei auf Händen. 

Und auch wenn man nach so vielen Wochen fast kaum mehr in der Lage ist, neue Eindrücke aufzunehmen, so war uns klar, dass Cassis ein bezaubernder Ort ist und es bei nur drei Gastliegeplätzen für uns ein großes Glück war, dass wir dort drei Tage residieren durften.

Ende gut – alles gut!

Dann war der Tag des Abschieds gekommen. Der TGV wartete schließlich nicht. Der Abschied würde aber nicht von langer Dauer sein, denn auch für uns ging die Zeit auf dem Schiff zu Ende. Wir würden noch aufräumen, ausmisten und das Schiff fest für den Winter machen, um dann ebenfalls nach Hause zu fahren. 

Und wie soll ich sagen, die Zeit passte perfekt. Auch wenn es hier im Süden noch angenehm warm war, spürte man langsam den Herbst Einzug halten. Anders als bei unserem ersten Aufenthalt, waren kaum noch Schiffe bewohnt. Wenn doch taten die Menschen genau das gleich wie wir. 

Drei Tage später hatten wir alles geschafft. Das Schiff war innen und außen geputzt, die wichtigsten Sachen waren vergepackt und die Bootsutensilien gut verstaut. Am Morgen des 16. Septembers fuhren wir ein letztes Mal mit dem Boot in den Trockenhafen ein und unser Schiffchen wurde professionell und unfallfrei aus dem Wasser geholt. Es hat nun seinen Platz für den Winter gefunden und wir werden sehen, wie es im kommenden Jahr für uns weiter geht. Ein bisschen traurig war es schon, unser Zuhause der letzten drei Monate einfach so zurückzulassen. Aber ein Stahlschiff muss über den Winter aus dem Wasser, denn das Salz würde die Außenhaut zu stark angreifen. Außerdem muss das Unterschiff nach der Saison gesäubert und von Muscheln befreit werden.

Bis unters Autodach beladen, machten wir uns auf den Heimweg. Wir machten noch einen Zwischenstopp bei unseren Freunden in Boussenac und freuten uns von Herzen, dass wir in diesem Jahr nochmal schön beisammen sein konnten.

Ich bin echt dankbar und freue mich unbändig, dass ich in so einem quirligen Rudel gelandet bin. Auch wenn ich manchmal über die nervigen Wellen meckern musste, so weiß ich doch sehr zu schätzen, dass ich so ein abwechslungsreiches Leben führen darf, viel rumkomme und wir bislang die notwendige Portion Glück im Gepäck hatten. 

Und natürlich freue ich mich über Euch, meine Leserschaft, die mich so treu begleitet, wie ein Labbi das auch stets tut. Danke dafür, ihr hört von mir, wann immer wir auf Reisen sind. 

Eure Leila

Mit Tantchen und Onkel auf den roten Teppich in Cannes

Nachdem wir es uns in Porqueroles drei Tage hatten gut gehen lassen, weil draußen ein 6er-Wind pfiff, machten wir uns auf den Weg nach Fréjus. Dort wollten wir rechtzeitig sein, denn die Verwandtschaft wollte mal sehen, wie toll ich mich auf dem Boot mache und was ich als Bootshund so alles draufhabe.

Auch solche Tage gehören dazu

Es ging am frühen Morgen des 23. August los. Bei längeren Touren starten wir gerne vor sieben Uhr am Morgen. Erstens ist der Sonnenaufgang auf dem Schiff, ein so unbeschreibliches Erlebnis, dass ich davon gar nicht genug bekommen kann. Und zweitens ist das Meer zu dieser Zeit noch glatt wie Welpenpopo, was ganz in meinem Sinne ist. Wir hatten uns ca. 65 km vorgenommen. Das Wetter sollte ruhig werden und die Wellen sanft bleiben. Das nahm sich der frühe Morgen zu Herzen und lud uns sanft auf die Reise ein. Unseren Sonnenaufgang bekamen wir geliefert, aber schon nach einer halben Stunde mussten wir feststellen, dass das Schiff unruhiger im Wasser lag und die Wellen an Fahrt aufnahmen. 

Da wir immer noch einen Plan B an der Leine haben, beunruhigte uns das nicht allzu sehr. Würden wir eben nicht in die Bucht von St. Tropez fahren, sondern nach 30 km in Cavallier übernachten. Mit jedem Kilometer wurde für uns klarer, dass wir das alle Drei wirklich wollten und keinen Ehrgeiz entwickelten, unnötige Kilometer zu schrubben. Durch unseren frühen Start, kamen wir dummerweise so früh im Hafen an, dass keiner der Übernachtungsschiffe schon den Hafen verlassen hatte. Es war also kein Platz frei. Der Hafen wies uns ab. 

Ich fand die Art und Weise des im Schlauchboot befindlichen Jünglings ja ein wenig arrogant. Deswegen musste ich doch ein wenig in mich grinsen, als wir völlig unabsichtlich, nicht geplant und inmitten der Hafeneinfahrt ein 1 a- Anker-Manöver hinlegten, das besagten Jüngling ganz schön in Aktion brachte. Aus unerfindlichem Grund hatte sich der Anker gelöst, die Arretierung der Kette hatte nachgegeben und der Anker hatte sich auf dem Grund der Einfahrt festgezogen. Jetzt war Teamarbeit gefragt. Herrchen und Frauchen hatten natürlich überhaupt nichts zu lachen. Er navigierte und sie hob den Anker mit der Fernbedienung, was zunächst nicht klappen wollte. Erst nach einer Weile und mit manueller Unterstützung bekamen wir den Anker in seine Position zurück. 

Durch seine verkniffenen Lippen brachte der Hafenlotse zum Ausdruck, dass man so ein Manöver nicht in der Einfahrt hinlegt. Eine Tatsache, der wir uns durchaus bewusst waren, aber eine technische Unzulänglichkeit ist nur in seltenen Fällen planbar. Ein zweiter Lotse kam zu Hilfe und bot uns immerhin an, in einer Stunde nochmal nachzufragen. Vielleicht würde dann ja etwas frei werden. Leider konnten wir uns auf das Angebot nicht einlassen. Wir würden eine wertvolle Stunde verlieren, was bei 35 km, die man noch vor sich hat, nicht unerheblich ist. 

An diesem Tag entpuppte sich für uns ein bisschen das Dilemma an der französischen Mittelmeerküste: Obwohl es Häfen wie an der Leckerli-Schnur gibt, die ich Zuhause manchmal aufsaugen darf, sind viele davon voll oder haben nur wenige Gastliegeplätze zur Verfügung. Im Vorfeld reservieren kann man nur in den wenigsten Häfen und eine Auskunft, ob etwas frei ist oder nicht, bekommt man erst so um die Mittagszeit. Wir aber haben gute Gründe, warum wir unbedingt einen Platz im Hafen brauchen. Einer davon bin ich! 

Müssten wir draußen bleiben, uns an eine Boje legen oder ankern – ein Manöver, das wir eingeplant beherrschen – bekäme ich ein kleines Problemchen mit meiner Gassi-Runde. Ich müsste vom Schiff aus entweder an Land schwimmen oder in das Schlauchboot hopsen. Beides habe ich mich noch nie getraut. Auf dem Rückweg müsste ich wieder vom Schlauchboot zurück aufs Schiff. Ein Manöver, dem ich nicht sonderlich selbstbewusst entgegensehe. Normalerweise übe ich erst im heimischen Garten, bis ich alles was ich auf dem Boot brauche, sicher beherrsche. Deswegen hielten wir an unserem Vorhaben fest und strebten die Bucht von St. Tropez an, weil sie über vier Häfen verfügt. Dort würden wir bestimmt ein Plätzchen finden.

Port Grimaud – das Klein-Venedig in Frankreich

So kam es, dass wir an diesem Abend einen Platz in Port Grimaud bekamen. Das Anlegemanöver war secondbest und passte damit zum Tag. Er war einfach zu lang und anstrengend gewesen. Darüber hinaus lag unser Platz mitten in der Einfahrt und es war später Nachmittag, so dass große Yachten, schnelle Fähren und beeindruckende Segler rein und rausschossen, was uns ein trubeliges Anlegemanöver bescherte. Cool in diesen Marinas ist jedoch auch, dass das alle Helfer die Ruhe bewahren und einen in solchen Situationen nicht als kompletten Anfänger behandeln. Auf dem Schiff kann immer was schief gehen, mal darf man von außen drauf blicken, beim nächsten Mal steckt man selbst mittendrin. 

An diesem Abend reichte es bei Frauchen nur noch für das Öffnen einer Dose. Leider war es keine Hundefutterdose für mich. Es kam eine Suppe auf den Tisch. Genau das Richtige für diesen Tag!;) Da wir aber quasi zwei Etappen in einer gefahren waren, war klar, dass es morgen einen Ruhetag in Port Grimaud geben würde.

In den 60er Jahren von Architekten als Tourismussiedlung geplant und erschaffen, kommt man in dieses trockengelegte Sumpfgebiet entweder nur zu Fuß oder mit dem Schiff. So schlenderten wir am folgenden Tag durch eine wunderschön angelegte Planstadt, in dem sich Häuschen entlang der Gassen schlengeln, die wiederum von kleinen Kanälen durchzogen sind. Überall sind Boote festgemacht. Alles ist dabei: von der kleinen Fischerjolle bis hin zur prachtvollen Yacht. Auch an eine kleine Kirche wurde gedacht, sowie an einen Hundepark für mich. Der ist im übrigen so schön, dass ich dort nur einmal auf einen Hund getroffen bin. Bei allen anderen Gelegenheiten, saßen dort picknickende Familien oder dösende Einzelmenschen, die sich sogar eine Liegematte mitgebracht hatten. Dieser Tag lud unsere Batterien wieder auf und so ging es am nächsten Tag an den Ort, an dem ich meine Ersatzeltern wiedersehen würde.

Ab Fréjus kam endlich der Urlaub ins Spiel

Denn ich konnte ein wenig meiner Verantwortung statt auf zwei, auf vier Schultern verteilen. Das was im Busch war, erschnüffelte ich schon Tage davor, es wurde ungewöhnlich gründlich sauber gemacht. Als Frauchen dann noch mit einer Tasche an Bord kam, die den eindeutigen Duft von Tantchen verströmte, war die Sache klar.

Keine Viertelstunde später saßen beide auf unserem Sofa und die Freude war groß. Glücklicherweise hatten sie an alles gedacht und in einigen Dingen für Nachschub gesorgt. Für die nächsten Tage würde es entspannt und zu Viert die Côte d’Azur entlang gehen.

Am ersten Tag ging es gleich kompakte 1,5 km in den Nachbarhafen. Das taten wir nicht, um die beiden erstmal in die Kunst der Seefahrt einzuweisen, da kennen sie sich schon richtig gut aus. Wir mussten unseren Liegeplatz in Fréjus verlassen und hatten einen in St. Raphael gefunden, die direkt nebeneinander liegen. Da wir mit den beiden bis Nizza (also nur 60 km) insgesamt fahren würden, hatten wir keine Eile. In St. Rahpael bewunderten wir eine Hochzeitsfeier auf dem Katamaran, das Riesenrad und die Spielbank von außen. Schließlich würden wir das Original in Monaco besuchen. Der Junior sammelte Zuhause bereits die schicken Klamotten für den großen Auftritt. 

Cannes und Nizza – mondän und legere zugleich

Unsere nächste Station in Cannes stellte sich als gut organisiert, entspannt und wunderbar heraus. Das Wetter war fantastisch: spätsommerlich warm, aber nicht mehr so heiß. Die Marina top geführt. Hier wird genau kontrolliert, wer rein- und rausgeht, alles ist sauber und gepflegt und am Duschhaus befinden sich sogar Wasserspender an dem man sich flaschenweise Wasser zapfen kann: gekühlt, gesprudelt und naturell. Würschtelwasser war leider nicht dabei. Das kreieren wir hier an Bord selbst. 

Cannes selbst befand sich im Wechselmodus: Die Filmfestspiele waren gerade vorbei und die Schiffsmesse stand bevor. Einen Promi trafen wir leider nicht, oder erkannten ihn jedenfalls nicht, aber den roten Teppich, den konnten wir einfach nicht links liegen lassen.  Für eine Miniminute habe ich mich als VIP gefühlt, von den berühmten Kollegen aufs Heftigste bewundert. Wir genossen die Tage mit shoppen, faulenzen, schwimmen und essen gehen. Eine Tatsache, die ich an meiner Familie so liebe, die futtern genauso gerne wie ich. Das genossen wir.

Ebenso die Überfahrt nach Nizza. Dort hatte es sich Tantchen auf dem Verdeck so gemütlich gemacht, dass sie sich glatt ein wenig das Gesicht verbrannte. Aber schließlich sollte man Zuhause ja auch sehen, dass sie in der Sonne gewesen war.  Auch dort hatten wir einen Platz sicher. Das war wichtig, denn hier stand der nächste Crewwechsel an, was Anlass zur großen Freude gab, uns aber auch eine Träne ins Knopfloch zauberte, denn dafür musste ja ein Teil der Crew von Bord gehen. Es blieb uns noch ein ganzer Tag, an dem wir durch die Altstadt von Nizza stromerten, den Markt entdeckten und am Meer entlang wanderten. 

Liebe Heike, lieber Olli, mein Rudel und ich haben die Tage sehr mit euch genossen. Ihr seid ein toller Teil der Crew und ich habe beschlossen, dass ihr jederzeit wiederkommen dürft. Bin sehr froh, dass ich mich für eure Gastfreundschaft revanchieren darf. Schließlich ist eure Tür immer offen, wenn meine Leute meinen mal einen Kurztripp machen zu müssen, auf den ich nicht mitkann – und die Speisekammer gut gefüllt! 

Endlich wieder komplett

Rief das Schiff und reckte sich stolz mit seinen beiden Masten gen Himmel. Ich verstand das gesamte Getöse nur halbwegs, aber die Aufregung schien groß. Direkt am Freitagmorgen ging es ganz früh los. Das kommt bei uns öfter vor, aber sehr schnell durfte ich mich wundern, denn bereits nach 2 km legten wir wieder an und die Umgebung sah, naja sagen wir sehr arbeitsreich aus. Es gab einen Riesenkran, viele aufgebockte Schiffe und so konnte ich mir in Ruhe betrachten, wie so ein Schiff unten herum ausschaut. Bevor ich jedoch mit meiner Recherche fertig war, wurden wir aufgerufen und durften bis direkt an den Kran fahren.

Kaum dort angekommen, fing das Monstrum an zu brummen und hob unsere beiden Masten, die so treu die gesamte Zeit längs über dem Schiff liegend mitgefahren waren von Bord. Würden wir die armen Dinger hier zurücklassen? Natürlich nicht, der Kran hob sie an und stellte sie in ihrer vollen Größe wieder auf. Die Sache wurde zunehmend spannender. Immer jedoch, wenn ich mir die Vorgänge aus der ersten Reihe, also mitten auf dem Vorschiff, betrachten und den baumelnden Mast mal ausgiebig beschnuppern will, erweist sich Frauchen als siegessichere Spaßbremse und schickt mich ins Schiffsinnere. Der Unterschied zu vorher ist mir allerdings sofort aufgefallen. Wir sehen jetzt wieder komplett und stolz aus. 

Den Rest des Tages verbrachten die beiden mit der Fertigstellung der Masten, der Bäume, dem Ordnen der Leinen sowie dem Aufziehen der ersten Segel. Eigentlich hatten wir noch einen Tag länger in Port Saint-Louis bleiben wollen, als jedoch der Mistral mit 7 Beaufort an die Tür klopfte. So entschieden wir schnell um, zurrten alles Nötige fest und machten uns voller Erwartung auf nach Marseille. Dort würden wir fast eine ganze Woche bleiben, also ausreichend Zeit, das Schiff fertig für das Meer zu präparieren und ein wenig Sight-Seeing in der doch sehr pulsierenden Hafenstadt zu betreiben. 

Marseille – am Tage schön, in der Nacht gefährlich

Normalerweise, wenn wir irgendwo anlegen will ich sofort von Bord, um meine neue Welt zu erobern. Das ein oder andere Mal bin ich einfach so auf den Steg gehüpft, weil es mich nach draußen zog. Ich liebe es die neuen Gerüche aufzunehmen, die Restaurantlandschaft zu sondieren und durch die Gassen zu stromern. Marseille aber hat mich von der ersten Sekunde an total verwirrt und meine Welt auf den Kopf gestellt. Nach unserer ersten Runde wusste ich nicht mehr, was ich von den Marseillaisern halten sollte. Wir bewegten uns natürlich sofort in die zweite Reihe, um meine Geschäfte zu erledigen und dort stank es, dass es für meine Hundenase kaum auszuhalten war. Ich konnte nur noch flach atmen – und dass bei 36 Grad. Es roch wie Hölle und von meinen Artgenossen stammte das mit Sicherheit nicht. Ich konnte fast nicht machen. Frauchen musste mit mir so lange auf dem Parkplatz bleiben, bis ich ganz schnell meine Dinge erledigte und wieder aufs Boot wollte, um über das Erlebte nachzudenken. Nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die Menschen in Marseille einfach noch nicht stubenrein sind und noch ein bisschen Übung in Sachen Sauberkeitserziehung brauchen. Oder es gibt dort keine Toiletten. Anders kann es nicht sein.

In dem sehr beeindruckenden Hafen bekamen wir einen Seiten-Liegeplatz, das fand ich noch richtig klasse. Der Mann von der Capitainerie machte uns nachdringlich darauf aufmerksam, dass wir unbedingt abschließen sollten. An diesem Steg würden verschiedene Ausflugsboote anlegen. Wir wunderten uns ein bisschen, aber da wir das sowieso auf diese Art handhaben, war das kein Problem. Als die beiden Schiffe in der Folge anlegten, waren wir weiter verwundert. Dort stiegen nämlich lauter nette und gut gelaunte Ausflugsgäste ein und aus und es gab eine Menge zum Gucken für mich. Manche waren sogar extrem begeistert von mir, sodass ich manche Krauleeinheit abbekam. 

Auch als niemand von den Ausflugsschiffen am Ende die Tür zum Steg wieder abschloss, machte uns das keine Gedanken. Bis es dämmerte und nicht nur die Schnaken den Steg unsicher machten. Die beiden Ausflugsschiffe fahren beide am Abend nochmal raus in die Calangue und was dann so über den Steg flanierte, wurde immer unheimlicher. Reichte es nicht, dass die Straßen schon markiert waren, nun wurde auch noch direkt vor unserer Haustür ins Meer markiert. Ich hätte die alle ja schamlos verbellt, aber ich bin ein gut erzogenes Mädchen und auch meine Leute schienen sich erst mal nicht aufzuregen. Manche von denen haben uns dann doch eine Kassette ins Ohr gedrückt, wollten mit uns nach Deutschland fahren und Gunys Tochter heiraten. Das haben wir den beiden aber ganz kräftig ausgeredet. Als sie den zweiten Abend kamen und immer noch mit uns verreisen wollten, mussten wir allerdings leider ein bisschen unfreundlich werden. Und als einer aufs Boot kam, um ein Foto mit mir zu machen, bekam ich schon ein bisschen Magengrummeln.

Überhaupt hat die Stadt ein ziemlich bedrückendes Flair, wenn man die Promenade rund um den Hafen verlässt. Viele Menschen haben ihr Zuhause auf der Straße, sogar Mütter mit ihren Kindern, ganz traurig zu gucken. Deswegen sind wir eigentlich nur raus, wenn wir Dinge zu besorgen oder ich etwas zu entsorgen hatte. Wahrscheinlich sind wir der Stadt nicht sehr gerecht geworden und es gibt bestimmt entzückende Plätze und Orte , die wir hätten entdecken können, aber wir waren durch das Ambiente schon schwer beeindruckt, so dass wir unsere Erledigungen verrichteten und ab dem frühen Abend wie die Schießhunde darauf achteten, dass die Tür abgeschlossen blieb.

An Bord gab es eine Menge zu erledigen. Das letzte Segel musste noch aufgezogen werden, die Leinen richtig vertäut. Die Elektrik, die von den Masten ausging, musste wieder installiert werden. Das Vorschiff musste aufgeräumt und neu organisiert werden. Es dauert nicht mehr lange, dann zieht der Kaptäin nach draußen, um dort zu schlafen. Nicht dass Ihr denkt, Frauchen hätte ihn rausgeschmissen. Er hat sich das selbst so überlegt, weil er es sich toll vorstellt am Meer draußen zu schlafen. Dann bekäme Frauchen ihr Prinzessinnen-Zimmer zurück. Ich denke, deswegen hat sie es ihm auch nicht ausgeredet.

Dann kam der Fluch-Nachmittag. Da haben die beiden nur geflucht. Zwei Gangways sind ja mit auf Reisen gegangen. Die eine für mich, extra von Herrchen gebaut und die zweite für meine Menschen. Damit wir alle, jetzt wo wir nicht mehr seitlich anlegen können, sicher an Land kommen. Nur so, wie sich die beiden das vorgestellt hatten, lief es überhaupt nicht. Beide Stege waren nicht so zu installieren, dass man sie würde einfach runterlassen können. Der eine schwenkte eigenmächtig von links nach rechts, ohne dass wir ihn in den Griff bekamen, der andere klappte permanent ein, bevor er das Ufer erreichte. Entnervt gaben sie an diesem Tag auf und verschoben das Projekt auf den nächsten Tag. 

Am folgenden Vormittag wurde die Lösung gefunden. Die alte Heckleiter wurde aktiviert und über diese können die Menschen nun aussteigen. Wenn wir dann an Land festgemacht haben, kann mir der Steg gebracht werden und ich stolziere über den roten Teppich an Land. Frauchen übte weiter mit dem Super-Douper-Bootshaken, damit sie auch ohne Aussteigen die Heckleine ausbringen kann – und zwar an jeden Ring und an jede Klampe.Zwar hat sie das System noch immer nicht verstanden, aber das der Haken lässt sich rein intuitiv und gut anwenden.

Nichts wie weg

Am sechsten Abend in Marseille wollte Frauchen einfach nur noch weg. Sie ist halt doch ein Landei. Neben dieser doch ein wenig gruseligen Atmosphäre am Abend ist diese Stadt wirklich niemals still. Gab es an dem einen Abend ein Konzert vor dem Hotel de Ville, fand am nächsten Abend auf dem Nachbarschiff ein Riesengeburtstag bis in die frühen Morgenstunden statt. Die Tribüne des Konzerts wurde bis tief in die Nacht abgebaut, die Sirenen rasen gefühlt alle drei Minuten rund um den Hafen. Nach einer gewissen Zeit kommt man selbst einfach nicht mehr zur Ruhe. Zum ersten Mal auf unserer gesamten Reise waren wir froh, dass unsere Zeit vorbei war und wir weiter reisen konnten. Aber eben in dieser Abwechslung liegt die Würze. 

Jetzt würde die schöne Seite der Küstenfahrt kommen. Von der Cote d’Azur hatte ich schon viel gehört. Es würde bestimmt schick und lecker werden. Nur die Überfahrten dorthin waren für mich ein bisschen beschwerlich. Ich gebe es offen zu, mein Highlight sind die Wellen nicht. Als seekrank würde ich mich zwar nicht bezeichnen, aber nach all der sanften Flussfahrt muss ich mich auf das Geschockele erst einstellen. Natürlich darf ich mich nicht wie sonst, frei auf dem Schiff bewegen – Spaßbremse lässt grüßen. Ich muss hinten auf die Terrasse oder ganz ins Innere des Schiffes, bekomme dafür aber die ein oder andere Massage, die mir das  permanente Hin und Her ein wenig versüßt.

Das Anlegen und Aussteigen klappt übrigens prima. Das liegt auch daran, dass diese ganzen Marinas wirklich perfekt organisiert sind. Man meldet sich über Funk bei der Capitainerie oder wird direkt an der Einfahrt von einem Schlauchboot in Empfang genommen. Das begleitet einen zum zugewiesenen Liegeplatz und das Personal hilft so lange beim Anlegen, bis man sicher liegt. Ich bin mir sicher, dass sie sich damit eine Menge Ärger ersparen, gerade wenn die Stege, so wie jetzt ziemicj voll sind. Frauchen muss jedenfalls nicht auf Kommando an Land springen, beide Heckleinen anbringen und sich fast gleichzeitig die Mooringleinen schnappen, das Schlauchboot in den Griff bekommen sowie das Schiff zum Nachbarn absichern. Sie macht nun alles einfach nach Anweisung der Capitainerie und findet das sehr angenehm. 

Den ersten Hundestrand habe ich übrigens auch schon genossen. Da sind die Franzosen ganz toll. Da liegen übriges auch Leute, die gar keinen Hund haben und sich gar nicht beschweren, wenn ich mich vor ihren Füßen ausschüttele. 

Ich finde es hier klasse, nach all der Ruhe am Kanal ist jetzt endlich mal ein bisschen Trubel angesagt. Wir müssen aber weiter, denn es kommt Besuch, den habe ich schon in der Nase. 

Valence, unsere dritte Heimat

Endlich wird es Süden! Auch wenn ich eigentlich gar nicht für die große Hitze gemacht bin – ursprünglich komme ich aus den Tiefen Neufundlands – liebe ich persönlich die vom Himmel lachende Sonne sehr. In solchen Momenten bin ich zwar nicht hyperaktiv und muss, wenn keine Schwimmmöglichkeiten vorhanden sind, regelmäßig aus der Borddusche refresht werden, aber ich liebe es, an diesen Tagen auf dem Vorschiff zu dösen . Neuerdings hat Frauchen auch noch eine neue Funktion der ohnehin schon ekligen Haarbürste entdeckt. Die ziept mir die Unterwolle aus dem Fell. Sie soll dafür sorgen, dass ich es etwas luftiger habe, ist aber extrem unangenehm für meine zarte Haut. Sie macht das immer, wenn ich nicht großartig flüchten kann. Wir haben ein nicht ausgesprochenes Agreement: Ich lasse ihr ein paar Züge, ziehe mich vornehm auf die andere Seite des Vorschiffes zurück und sie akzeptiert das.

Ich liebe den Geruch vom großen weiten Meer, den ich persönlich jetzt schon in der Nase habe, das Zirpen der Zikaden und das üppige Leben im Draußen und seinen Plätzen. Deshalb schlug mein Herzchen vor Freude immer höher, als wir uns dann endlich aus der Großstadt verzogen und weiter gen Süden schiffwanderten. 

Valence und endlich gibt es ein Wiedersehen mit Anne und Wolfgang

Nach drei Tagen kamen wir dann nach Valence, was meine beiden Menschen direkt in wahre Entzückung versetzte. Sie erkannten Orte in der Landschaft wieder, die mir völlig neu waren und faselten von Namen zu denen ich keinen Geruch in der Nase hatte. Wahrscheinlich war das auf kleine Trips zurückzuführen, die sie unverschämterweise ohne mich unternommen hatten. Ihr Verhalten machte mich immer neugieriger, weil jetzt auch ich wissen wollte, wer sich denn hinter den Namen Anne und Wolfgang verbirgt.

Am Freitag gegen halb elf tauchten die beiden dann endlich auf und, das machte sie mir direkt äußerst sympathisch, sie brachten gleich etwas zu essen mit. Leider war es überwiegend Gemüse, was mich als Labbi enttäuschte, aber meine Lieben hochgradig erfreute, denn es handelt sich um Erzeugnisse aus Wolfgangs Garten. Ich erspähte aber noch zwei Gläser, in denen ich Wurst vermutete. Das würde eher was für mich sein. Leider durfte ich nur den Duft kosten. Bei so guten Sachen wird leider nicht immer gerecht gedrittelt. Und Pommes hatten Anne und Wolfgang nicht dabei.  

Bei einem etwas verfrühten, aber durchaus erquicklichen Apero kamen die Vier ins Plaudern und erzählten viel aus den alten Zeiten. Herrchen und Wolfgang waren mal Geschäftspartner, aber daraus ist schnell sehr viel mehr geworden. Und auch Wolfgang und Anne sind echte Schiffsleute, die vor vielen Jahren um die halbe Welt gesegelt sind. Herrchen war von Island bis Grönland mit an Bord. Unser Schiff hat ihnen sehr gut gefallen und wenn es zeitlich klappt, wollen Sie gerne mal mit auf Reisen kommen. Im Moment vermieten sie aber ihre tolle Ferienwohnung und machen für ihre Gäste schon mal einen supertollen Apero aus ihrem Selbstversorgerleben. Bei denen hat man als Labbi bestimmt den Himmel auf Erden. Vielleicht sehen wir sie im Herbst sogar bei uns auf der Insel wieder. Auch darüber haben sie gesprochen. Ich wäre unbedingt dafür, auch wenn sie nichts zu essen mitbringen.

Danach ließen sie mich auf dem Boot alleine und machten ihren obligatorischen Bummel durch Valence, den sie immer unternehmen, wenn sie die beiden besuchen. Das war für mich sehr okay, denn ich kenne so langsam die eng gestellten Tische in Frankreich. Es würde mir nicht sehr gefallen, mich bei den warmen Temperaturen unter einen kleinen Tisch zur verkrümeln und von den umher strömenden Essensdüften wahnsinnig zu werden. Da ging es mir auf dem Schiff schon besser. Leider sah ich die beiden nicht mehr, aber Wolfgang hinterließ mir einen lieben Gruß, indem er mir die Knochen seiner Schweinefüßchen überließ. Bestimmt habe ich einen guten Eindruck bei ihm hinterlassen. 

Und zack sind wir im Mittelmeer

Den Samstag hatten wir eigentlich ein weiteres Mal durch Valence stromern wollen, aber da die hier mit ihren Leihfahrrädern nicht ganz so gut aufgestellt sind wie in Lyon und wir auf dem Markt gar nichts mehr holen mussten, weil wir ja so tolles Gemüse von Wolfgang bekommen hatten, blieben wir im Hafen, was eine kluge Entscheidung war, denn bereits am Vormittag ging ein heftiges Gewitter über die Marina hinweg. So machten wir unsere üblichen Bootsgeschäfte, wie Waschen, Aufräumen, die nächsten Routen ausbaldowern und gingen noch in aller Ruhe tanken. Die nächsten Tage waren größere Routen angedacht. So half uns der Tag, uns dafür zu richten.

Die Überfahrt nach Viviers war eine echte Wurmtour, denn da steckte von Anfang derselbige drin. Schon bei der ersten Schleuse schrubsten wir mit dem Schiff an die Ecke des Anlegestegs für die Schleuse. Alle Schleusenpoller, die wir sonst im Schlaf finden, schienen sich in letzter Sekunde mit einem Satz in die ein oder andere Richtung zu verschwinden und zu guter Letzt donnerten wir direkt vor dem Hafen unter sämtlichen Blicken der dort flanierenden Sonntagsspaziergänger über ein paar Felsbrocken, die ziemlich untief angebracht waren. Zwar waren wir auf der richtigen Seite des Pollers gefahren, das wohl aber ein wenig zu nah. 

Mir ist das zwar stets ein wenig peinlich und ich verziehe ich mich sofort ins Schiffsinnere bis ein wenig Gras über die Sache gewachsen ist. Aber solche Tage gehören zum Bootsfahrerleben dazu (sagt Herrchen immer) und so lange nichts Übleres passiert, stimme ich dem zu. Das Anlegen gegen die Strömung gelang dem Kapitän wunderprächtig und so konnten wir den Tag entspannt beenden, einen langen Spaziergang durch die entzückenden Gassen des Ortes unternehmen und waren am Montag für neue Abenteuer gerüstet.

Dieser Tag lief auch nicht ganz nach Plan, aber das stellte sich im Nachhinein eher als Gewinn heraus. Wir hatten eigentlich nicht die nahezu 80 km bis nach Avignon fahren wollen. Wir sind ja schließlich nicht auf der Entenjagd. Aber in diesem Abschnitt der Rhône gibt es nicht allzu viele Anlegemöglichkeiten. In freier Wildbahn anzulegen, ist in diesem Fluss keine gute Idee. Den Steg vor St. Etienne gab es nicht mehr, wie im Fahrtenbuch angekündigt. Für die Marina in L’Ardoise hätten wir in einem Parallelarm der Rhone 4 km gegen die Strömung zurück fahren müssen. Das hätten wir zwar gemacht, aber nachdem wir die Fotos der Marina im Internet entdeckt hatten, war das keine Alternative mehr. Also blieb der letzte Steg (9 km vor Avignon) und der sah so wenig einladend und so wenig schattig aus, dass wir das bisschen noch anhängten und schon am frühen Abend an der berühmten Pont Saint-Bénézet vorbei fuhren, die einen wirklich sehr beeindruckt. 

Bei unserer Reiserei finde ich besonders spannend, dass wir häufig eine andere Sicht auf die Dinge bekommen, weil wir sie vom Wasser aus betrachten können. Die Brücke in Avignon sieht man ja von der Stadt aus oder man flaniert darüber. Die Brücke selbst besteht nur noch aus einem Rest, der bis in die Mitte des Flussarms reicht. Wir durften also am Wasser und somit an der Brücke vorbeifahren, was wenige Besucher zu Gesicht bekommen. Durch die Torbögen zu fahren ist aus selbsterklärenden Gründen verboten. Das war ein ganz beeindruckendes Erlebnis.

Überhaupt ist Avignon wirklich eine bezaubernde Stadt, in der man sich Tage lang verlustieren kann. Kaum biegt man um die Ecke tut sich ein neues Viertel auf, alles befindet sich fußläufig und am Palast der Päpste kommt man so oder so vorbei. Am Abend herrscht dort ein fantastisches Flair. Viele sitzen in den Cafés und Restaurants, andere sitzen auf den vielen Stufen und einige flanieren über den Platz. Leider war es sehr heiß, so dass wir über Mittag eine Pause einlegen mussten. Aber wir wandelten in den Markthallen, frühstückten wie immer französisch auf einem kleinen Platz und schickten Frauchen zum Friseur. Die hatte es bitter nötig und obwohl ihre französischen Sprachkenntnisse gerade erst wieder zum Leben erwachen, konnte sie dem Coiffeur gut verständlich und somit erfolgreich klar machen, was ihr Anliegen war. 

Der Termin in der Werft für das Aufstellen der Masten rückt immer näher, so dass wir nur einen ganzen Tag in dieser wundervollen Stadt hatten, aber sie ist jedem zu empfehlen und wir werden hier bestimmt wieder vorbei kommen – um uns die anderen Perspektiven der Brücke zu Gemüte zu führen. 

Nach einem sehr heißen Reisetag und einer nicht eingeplanten Warteschleife in der letzten Schleuse der Rhône, liegen wir nun im Port St. Louis schon im Salzwasser und genießen die Meeresbrise, die uns die Hitze erträglicher macht. Das war gestern noch nicht so. Ich hatte Mühe mein Schattenplätzchen auf dem Schiff zu finden und wurde aber dankenswerterweise in regelmäßigen Abständen abgeduscht. Die letzte Schleuse befindet sich direkt vor dem Hafen, so dass wir eigentlich schon das Gefühl hatten dazu sein. Für das Schleusen gibt es feste Termin, da direkt nach Austritt die Brücke hochgefahren werden muss. Damit nicht jeder Bootsfahrer diese Aktion auslöst und den gesamten Autoverkehr aufhält, wird ein bisschen gesammelt. Spätestens sollten wir da sein, um Viertel vor vier würde geschleust. 

Leider kam ein Feuer irgendwo in der Gegend dazwischen, dass die Feuerwehr dazu bewegte, die Brücke für die Dauer ihres Einsatzes zu sperren und so mussten wir über eine Stunde in der Schleuse und der entsprechenden Hitze, mit Schwimmwesten und ohne Schatten ausharren und kamen dann endlich am Liegeplatz an.

Heute treffen wir sämtliche Vorbereitungen, die für die Maststellung erforderlich sind und genießen ansonsten den Ruhetag in der Marina. 

Bleibt uns gewogen, bis zum nächsten Mal Eure Labbidame Leila

Lörzweiler liegt kurz vor Lyon

Wüsste ich es nicht besser, so könnte ich glatt auf die Idee kommen, dass mich die beiden manchmal ein bisschen ärgern wollen. Den größten Stress, dem man mich aussetzen kann, ist, wenn ich mich zwischen den beiden entscheiden muss. Das war zu Hause schon heftig, aber jetzt auf Reisen, kann ich es gar nicht leiden, wenn der eine nach rechts und der andere nach links von dannen zieht. Ein typisches Szenario dieser Art findet kurz nach dem Anlegen statt. Während Herrchen uns in der Captainerie anmeldet, nimmt mich Frauchen an die Leine und will mit mir in einer komplett fremden Umgebung einfach weggehen, so als wollten wir ausbüxen. Sie erwartet dann von mir, dass ich so ganz einfach meine Geschäfte verrichte. Ich soll meine Muskulatur locker lassen, mich entspannen und einen Haufen abseilen. Dabei weiß ich überhaupt nicht, in welcher Gefahr sich der Rest des Rudels eventuell gerade befindet und ob nicht unter Umständen mein Eingreifen gefordert ist. 

Denen meine Not beizubringen ist echt mühsam, aber so langsam haben es die beiden kapiert. Wir machen das kleine Geschäft nun direkt nach dem Aussteigen in Rufnähe des Hafenbüros und die große Runde findet am späteren Nachmittag statt: zu Dritt selbstverständlich! Das schont meine Nerven und damit die meines Rudels gleich mit. Die finden es nämlich ebenfalls nicht lustig, wenn ich plötzlich bocke und mich wie ein Esel keinen Millimeter mehr von der Stelle rühre.

Die Saône, ihre tollen Plätze und liebster Besuch

Nachdem wir also den Junior wieder in die Heimat entlassen hatten, schafften wir uns weiter auf dem schönen französischen Flüsschen in Richtung Lyon, unserem nächsten Etappenziel. Was gleich auffiel, waren die reichlich traumhaften Liegeplätze. Wir konnten immer zwischen sehr privaten Plätzen mitten in der Natur oder mittelgroßen Städten wählen, die alles zur Verfügung haben, was ein Bootsfahrerherz so begehrt. Auf dem Naturplatz schmissen wir den Grill an und wanderten durch das satte Grün. In Auxonne tummelten wir durch die Stadt, wuschen mal wieder Wäsche und füllten die Vorräte auf. 

Als Nächstes sollte es nach Crêches sur Saône gehen. Unsere Freunde Angela und Thomas befanden sich auf dem Rückweg von ihrem französischen Urlaubsort. Was lange gewünscht und geplant worden war, sollte Ende der Woche Wirklichkeit werden, denn wir würden beide diesen kleinen Ort an der Saône erreichen – und das zum selben Zeitpunkt! Für die beiden passte es sogar prima als Zwischenstation für eine Nacht und so wurde alles getan, mich und das Boot in bestem Glanz erscheinen zu lassen. Zeitweise stieg ich aus dem Boot aus, um mir von außen zu betrachten, dass alles auf den ersten Blick wunderprächtig aussehen würde. Auch plötzliche Unwägbarkeiten wie eine wie aus dem Nichts auftauchende Schnakeninvasion konnten meine beiden Menschen nicht stoppen. Herrchen tauchte in die Tiefe des Unterschiffs ab und fand noch zwei Fliegennetze, die er nach eingehender Berechnung auf sieben Stück Blatt Papier maßstabsgetreu auf der Terrasse des Schiffs anbrachte. Frauchen sorgte für adäquates Befestigungsmaterial und packte ihre Wäscheklammern aus. So wird hier an Bord Großes geleistet. 

Bei Ankunft der beiden durfte ich lernen, dass dieser Ort offenbar gar nicht so weit von unserer Heimat entfernt liegt, denn sie kamen locker angeradelt, wie ich das von zu Hause kenne. Auch sie schienen keinen Honig bekommen zu haben, denn sie brachten zwei fantastische Flaschen Rosé und zwei leckere Melonen mit. Es wurde ein fröhlicher Abend, an dem mal draußen, mal drinnen gesessen, viel gelacht und gegessen wurde. Selbstverständlich zeigte ich mich von meiner Schokoladenseite und trug viel dazu bei, dass sich die beiden bei uns ziemlich wohlfühlen konnten. Ich verbiss es mir schweren Herzens, ihnen das Essen von der Gabel zu schauen und machte sie auch mit meiner Pfote nicht darauf aufmerksam, dass ein Teil der Portion eigentlich für mich bestimmt ist. Gut, Herrchen sorgte stets für volle Gläser. Das hat bestimmt auch geholfen, denn schließlich hatten sich die Vier eine Menge zu erzählen. Jedenfalls war es schon sehr dunkel als die beiden schließlich wieder mit den Rädern nach Hause in die Nähe von Mommenheim fuhren. Ich habe schon mal nachgehört, dort sind sie und ihre Räder gut angekommen. Es war ein wunderschöner Abend und sie dürfen gerne jederzeit wiederkommen. 

Lyon ist immer eine Reise wert

Unser zweites Highlight befand sich 70 km die Saône abwärts. Diverse Male waren wir bereits an dieser Stadt vorbeigekommen. Immer dann wenn wir unsere Freunde Anne und Wolfgang an der Ardeche besucht haben. Einen genauen Blick haben wir nie auf dieses Fleckchen Erde geworfen, weil wir eben nur auf der Durchreise waren und zielstrebig dran vorbei fuhren. Schließlich wartete der kalte Sekt in Boussenac auf uns. 

Woran ich merke, dass wir mal wieder in einer Großstadt unterwegs sind? Ich habe das Schiff tagsüber ziemlich für mich alleine. Das gefällt mir den ersten Tag recht gut. Ich kann endlich mal so vor mich hindösen, ohne dass mich jemand anspricht. Auch werde ich nicht von Essensdüften, die aus der Kombüse aufsteigen in meinen Träumen abgelenkt. Kommen die beiden dann zurück, haben sie stets was Nettes für mich im Gepäck. Im Anschluss gibt es dann einen besonders dicken Spaziergang und eine unendliche Krauleeinheit. 

Für diese Stadt  haben sie sich Räder ausgeliehen und ich hatte die kurzfristige Befürchtung, sie würden damit wie unsere Freunde nach Hause radeln. Weit war es ja nicht. Aber das war natürlich nicht der Fall. Das Zentrum befand sich etwa 3 km vom Hafen entfernt. So würden sie schneller wieder bei mir sein und sich ihr üppiges Essen, was es in dieser Stadt zuhauf gibt, gleich abtrainieren können. Das Ausleihen ist so wunderbar einfach organisiert, dass sogar ich das hinbekommen würde. Die Diskussionen der beiden habe ich beim Weggehen mit einem halben Ohr noch mitbekommen: Herrchen hätte lieber die Bahn genommen, aber Frauchen wollte unbedingt aufs Rad. Herrchen traute dem System nicht, dabei war das eine ganz dolle Sache: Man kauft sich einen Tagespass für 4 € pro Person. Dann kann man sich Räder so oft und überall in der Stadt ausleihen, wie man es braucht. Das klappt total easy und die Stationen finden sich wirklich überall. 

Den ersten Tag verbrachten sie in Vieux Lyon, also in der Altstadt. Dabei stromerten sie durch die vielen verwinkelten Gassen und Höfe, gingen in ein Café, in dem man sein eigenes Croissant aus der Bäckerei mitbringen durfte. So frühstücken die Franzosen oft. Gestärkt bestiegen sie den Berg zur Basilika der Notre-Dame im Fourvière und konnten einen atemberaubenden Blick auf die großartige Stadtinsel werfen, die von Saône und Rhone umarmt wird. 

Am zweiten Tag verschlug es sie, mit einem neuen Tagespass ausgestattet, in das Viertel Bellecour. Das ist eher der moderne Teil und gilt als die Shoppingmeile der Stadt. Viel haben die beiden aber nicht gebraucht: die Postkarten für Oma und Opa, das Musst-have Kettchen für Frauchen und Lavendel, falls die Schnaken den Weg von Crêche in die Stadt finden. 

Damit sie auch von ein bisschen Bildung erzählen können, gingen sie vor dem Mittagessen noch in ein tolles Museum. Das Musée de l’Illusion präsentiert spannende Phänomene, die das Auge und die eigene Wahrnehmung gelungen hinters Licht führen. Zwischen Hologrammen, Kaleidoskopen, visuellen Rätseln, Zerrspiegeln, Illusionsspielen  und anderen multidimensionalen Räumen kann man leicht die eigene Orientierung verlieren. Aber man verbringt dort eine unglaubliche Zeit, in der optische Täuschungen die Hauptrolle spielen! Eigentlich hätten sie dort noch eine ganze Weile bleiben können. Aber es gibt ja schließlich noch mich. Außerdem wollten sie dort noch ein leckeres Mittagessen einnehmen. Bildung hin oder her. Es muss sehr lecker gewesen sein. Jedenfalls zeigte das das kleine Stückchen, das ich kosten durfte. 

Morgen geht es also weiter. Dann fahren wir in die Rhone ein und ich habe es in der Nase: Da steht wieder etwas auf dem Plan. Bis dahin muss ich mich erstmal auf meinem neuen Überwurf von der Großstadt erholen.

Unsere Crew ist wieder komplett

Der Junior fährt heimlich hinter uns her. Irgendwie jedenfalls. So muss es sein. Anscheinend ist er für die adäquate Versorgung an Bord verantwortlich. Und das ist im Nordosten Frankreichs (Grand Est) bitter nötig. Denn hier ist es an vielen Stellen sehr leer und ich musste die letzten Tage bereits feststellen, dass selbst die süße kleine Bäckerei in Pfotennähe keine Selbstverständlichkeit ist. 

Viele Dörfchen, in die wir fahren, wirken wie ausgestorben. Die Straßen sind leer, die meisten Ladengeschäfte auch, von Restaurants ganz zu schweigen. Gut, zum Damenfriseur könnte ich in jederzeit und überall gehen. Das scheint wichtig zu sein. Aber einige dieser kleinen Landstriche machen doch einen sehr verlassenen Eindruck und ich denke mir, dass viele von dort weggehen. Viele Wohnhäuser sehen jedenfalls sehr einsam aus.

Das hat der Junior bestimmt gerochen. Denn am Abend des letzten Mittwochs tauchte er wie aus dem Nichts auf. Ich hätte eigentlich selbst drauf kommen können. Alles wurde von meinen Zweibeinern hübsch gemacht und aufgeräumt. Das Wetter wurde auf Sommer geknipst und schon war er da. Offenbar wurde das auch höchste Zeit, denn er hatte ein fast vollgeladenes Auto und für jeden was dabei.

Der Flohmarkt in Fontenoy-le-Chateau hatte es nicht so wirklich gebracht. Frauchen wollte ja Vieles, was auf dem Boot an Accessoires fehlt, unterwegs erstehen, damit sie  immer an das Reisen erinnert wird. Aber dieser Markt war kein typisch französischer, sondern eher eine Keller-Ausmist-Aktion. Also Sperrmüll auf dem Dorfplatz.

Frauchen hatte nebenbei mit ganz anderen Problemen zu kämpfen und kein wirkliches Auge für die einzelnen Stände. Sie versteifte sich an diesem Tag lieber darauf, ihre EC-Karte zu verlieren, sie dann sperren zu müssen, nur um sie am Ende wiederzufinden. Nicht jeder Landgang ist hier die Entspannung pur. Für ein bisschen frisches Gemüse und das obligatorische Schmuckstück hat es dann doch noch gereicht. Auch für das Essen musste an diesem Tag nicht gesorgt werden. Es gab einen Stand mit Steak-Sandwich und einer guten Flasche Wein. Für die Menschen! Ich wurde mit ein paar billigen Pommes abgespeist. 

Apropos Essen

Dachte ich in Metz noch, meine Existenz sei gesichert, wurde es in diesem Teil des Landes mit der Jagdbeute meiner Leute zunehmend dürftig. Das geht allen Bootskollegen so, die wir jeden Abend wunderbarerweise am neuen Anlegeort wiederfinden. Kurz nach dem Aussteigen und Strom legen (falls es überhaupt welchen gibt) wird Kontakt mit dem Rest der Meute aufgenommen und die allgemeine Restaurant,- Bäcker- oder Supermarktlage besprochen. Dienstag sind wir zum Beispiel extra nicht ganz so weit gefahren, weil es in Selles ein leckeres Restaurant geben sollte. Kaum, dass wir angelegt hatten, stellte sich die Lokalität, die in Reichweite der Liegestelle lag, entgegen gewisser Informationen aus dem Internet als zuverlässig verrammelt heraus. Und man darf sich an dieser nicht vorstellen, dass es weitere Alternativen zu begutachten gegeben hätte.

Wir trafen auf ein weiteres Paar aus der Schweiz, die diese Gegend seit vielen Jahren befahren und richtig ein bisschen überdrüssig geworden sind, weil es kaum etwas gibt. Von kulturellen Reizen wollen wir an dieser Stelle noch überhaupt nicht sprechen.

Auch meine Leute kennen das Problem. Schließlich sind sie die Tour vor neun Jahren schon mal gefahren und dabei fast verhungert. Was bin ich froh, dass ich erst später in diese Familie gekommen bin. Natürlich hatten sie sich auf die Diaspora vorbereitet, aber schließlich will man in Frankreich nicht aus der Dose leben, wenn zu einem guten Anlegemanöver ein leckeres Gericht und ein Gläschen Rosé gehört. 

Gut also, wenn man einen Junior hat, der einen ein bisschen mitversorgt. So bekam Herrchen eine Kiste alkoholfreies Bier, das es hier kaum gibt, Frauchen ihr gutes Olivenöl aus der Heimat und ich ein paar zärtliche Krauler hinter die Ohren. 

Und nur um auf Nummer sicher zu gehen und weil das Auto nun mal gerade vor der Tür stand, fuhren sie in den nächstgelegenen Supermarkt, um sich für die nächsten Tage zu versorgen. Was ich da so alles in den Kühlschrank wandern sah, machte mir durchaus Mut. 

Die Saône 

Der Sohnemann ist aber auch ein Kluger. Er stieß in Corre zu uns. Das ist die Endstation des Canal-des-Vosges und ab hier sollte die Lage besser werden. Zur Feier des Tages hatten wir uns für die schönere Marina entschieden. Die sollte auf jeden Fall ein Restaurant haben. An der letzten Schleuse, von übrigens über 90, die wir mittlerweile bewältigt hatten, gaben wir unsere Schleusenfernbedienung wieder ab, indem wir sie in einen Kasten warfen. Ab jetzt würden uns Bämbel begleiten. So nennen wir die dicken Schläuche die von einer Leitung herunterhängen und gedreht werden müssen. 

Ein kleiner Anlass, an dem man die Diskussionsfreudigkeit meines Rudels ablesen kann.  Hier wird nicht einfach zur Kenntnis genommen, dass man rechts drehen muss. Die Frage was rechtsherum in diesem Zusammenhang nun wirklich bedeutet und wie das Prozedere richtig zu verstehen sei, wurde den halben Vormittag ausgiebig debattiert und geprüft.  Und man soll es nicht glauben, jeder hat dazu eine eigene Vorstellung. Häufig höre ich nur mit einem halben Ohr zu, während ich so vor mich hin döse. So lange der Laden insgesamt läuft, besteht meinerseits kein Bedarf, um einzugreifen. Und der Laden lief in der Tat recht gut. 

Die Marina liegt also nach der Schleuse bereits in der Petite Saône und so konnten wir einen Blick auf den Hochwasserstand werfen und das beruhigte doch sehr. Ganz sanft konnten wir eintreten und direkt fühlen, dass das mit dem Fluss kein Problem werden würde. Die Marina war toll. Nur auf Hunde müssen sie sich noch ein wenig einstellen. Die haben da so richtig eklige Steggitter, die an Land führen. Und die sind für uns Vierbeiner die Hölle. Ich habe zwar als Welpe geübt, über jeden Bodenbelag zu stapfen, aber ein Vergnügen ist das barpfotig nicht. Ich hätte mir dieses Rudel jedoch nicht ausgesucht, wenn sie in so einem Fall nicht Abhilfe schaffen könnten. Als sie sahen, wie sehr ich mich abmühen musste, packten sie den Bollerwagen aus und ich verstand sofort. In dem bequemsten Shuttle-Service wurde ich nun unter amüsiertem Gelächter sämtlicher umliegender Bootsfahrer an Land gebracht. Milde lächelnd grüßte ich erhobenen Hauptes nach rechts und links und wahrte die Haltung. 

Jetzt da wir wieder zu Dritt an Bord waren, konnten wir unser Running-System ein wenig verändern. Wir spielten alle Rollen mal durch. Herrchen musste also auch mal an die Leinen, was er dringend nötig hatte. Frauchen und der Junior mussten sich am Steuer behaupten und in passgenaue Schleusen und durch enge Sicherheitstore manövrieren.  Eigentlich ist es für mich entspannter, wenn jeder so seine Aufgaben und Funktionen inne hat. Dann gibt es kaum Geschrei und Diskussionen und alles läuft getragen und lautlos wie in einem Stummfilm ab. Aber schnell kann es passieren, dass die Rollen getauscht werden müssen. Dann ist es gut, wenn jeder eine Ahnung hat, was auf ihn zukommt. Nur meine persönliche Verantwortung hier an Bord ist natürlich nicht delegierbar.

Der Junior fuhr sogar den dunklen und kühlen St. Albin-Tunnel. Es war ganz heiß an dem Tag und so waren die 860 m für mich eine erholsame Abwechslung, aber bestimmt nicht einfach zu steuern. Die kleine Saône bietet zwei solcher Tunnels an. Die sparen einem nämlich einige Fluss-Kilometer. Ebenso mussten wir mehrere Sicherheitstore passieren, die nach dem Hochwasser wieder offen standen. An der Vegetation konnte man übrigens gut sehen, wie weit das Wasser über die Ufer getreten war. Sie war heftigst schlammig verfärbt.

In der Saône wird es auch mit dem Essen besser. Meine Leute brachten jedenfalls gute Jagdbeute mit nach Hause und einmal durfte ich sogar mit. Am Freitag haben wir uns einfach an einen kleinen Steg mitten im Fluss gelegt und sind in ein nahegelegenes Strandbad gelaufen. Dort gab es lecker Burger und Pommes (mal wieder für mich). Doch ich lieb’s, wenn ich mit darf. Ich lege mich dann unter den Tisch und betrachte das ganze Kino, was um mich passiert, ohne die Futterquelle aus den Augen zu lassen.

Außerdem darf ich jetzt jeden Tag schwimmen und das finde ich richtig klasse. Das Wetter ist toll, es gibt immer den passenden Ausstieg für mich und die Ente fällt immer zum richtigen Moment ins Wasser. 

Nur eines ist blöd. Nach vier Tagen musste der Junior wieder heim und wir fahren ohne ihn weiter. Aber ich bin mir sicher, wenn bei uns die Versorgungslage eng wird, kommt er wieder angefahren. Vielleicht aber auch einfach so, um uns zu besuchen. Ich freu mich, so oder so.

Jetzt werden die Messer gewetzt!

Ich dachte, wir sind nach Epinal umgezogen. Da war ich mir komplett sicher. Wir haben dort für fünf Tage gelegen. So lange waren wir noch nie an einem Ort, aber Feiertag, Sperrung und der Regen machten es nötig. Seitdem hat sich das Schiff keinen Millimeter Richtung Süden bewegt! Wir kauften hier ein wie zu Hause, wir wuschen und putzten wie zu Hause, wir gingen Gassi wie zu Hause und ich war manchmal für ein Stündchen alleine wie zu Hause, wenn meine Leute auf die Jagd gingen. Hier in Epinal wollten sie unbedingt los, um tollen Honig zu kaufen und kamen mit zwei Kisten Rosé wieder. So machen die das. An mich denkt hier keiner!

In diesem entzückenden Städtchen zu verweilen war zunächst recht amüsant. Wir lagen an der Kaimauer. Direkt dahinter erschloss sich ein Park, indem viele verschiedene Menschen auftauchten, auf den Bänken vor sich hin träumten, joggten, Ball spielten oder so Vierbeiner wie mich ausführten. Ich hätte also überhaupt keine Langeweile gehabt, während meine Zweibeiner das Schiff auf Vordermann brachten. Das macht man nämlich so an Liegetagen. Man muss all das wieder richten, was während der Fahrerei liegen  geblieben ist oder nicht gemacht werden konnte. Und da kommt ganz schön was zusammen.

Wenn nur dieser Regen nicht gewesen wäre. Bei den Massen, die da runter machten, konnte ich meinen Platz in der ersten Reihe auf dem Vorschiff nicht einnehmen, um mir alles in Ruhe zu betrachten. Kaum waren wir losgelaufen, um meine Runde zu drehen, mussten wir wieder nach Hause hechten, weil es nass von oben wurde. Und die Aussichten wurden immer schlimmer. So richteten wir alles nach dem Wetterbericht aus und genossen ansonsten die Ruhe. Einmal mussten wir sogar die Heizung anmachen –  an einem Nachmittag – im Juli! Aber das sind natürlich keine ernsthaften Probleme, bei all dem was plötzlich in der Heimat passierte, mit all den schlimmen Überschwemmungen.

14 Juillet fällt ins Wasser 

Unter den Wetterbedingungen wäre auch mit Sicherheit der französische Nationalfeiertag ein wenig öde geworden, da es auch an diesem Tag wie aus Eimern schüttete. Das Feuerwerk, das es wirklich in jeder vernünftigen Stadt an diesem Tag zu bewundern gibt, hätten wir fast verpasst. Es ging nämlich zu nacht schlafender Zeit los, wenn kleine Labbis schon im Körbchen liegen. Am 13.07. abends um 23 Uhr. Aber wir hatten auf unserer Terrasse einen tollen Platz und bekamen den zweiten Teil gebührend mit. So eine unmotivierte Knallerei nehme ich übrigens ganz locker. Das macht mir nichts aus. Ich hatte zwar keinen Schimmer wo der ganze Krach herrührte und fürchtete schon, dass jemand vielleicht auf die Idee gekommen war, erneut auf die Bastille zu stürmen, aber bevor es ernst wurde, war offenbar der Friede wieder eingekehrt. 

Am Feiertag selbst war außer einer kleinen Runde nicht viel drin, und so waren wir froh, uns mit unseren netten Nachbarn aus der Schweiz (die übrigens ebenfalls einen so sympathischen Hund wie mich haben) zu einem Aperitif verabredet zu haben und verlebten einen kurzweiligen und schönen Abend. Ich habe zwar nicht so viel von mir zu geben, aber meine Ohren sind stets auf Empfang und so bekam ich eine Menge mit von den beiden, die auf einer wahnsinnig attraktiven, blauen und 20 m langen Péniche wohnen. Natürlich muss ich unumwunden zugeben, dass mich auch die kleinen Leckereien auf dem Tisch ein wenig abgelenkt haben und ich hier nicht mehr alles wortgetreu wiedergeben kann. Aber die Zwei machen auch mehr als Urlaub auf dem Schiff und sind im Moment in die entgegengesetzte Richtung bis nach Toul unterwegs. Natürlich haben wir sie vor dem Kraut gewarnt. Das macht man unter Bootsleuten so.

Und auch sie wollen einen Blog schreiben. Ob bei denen wohl auch der Hund schreibt? Also wenn ihr mal eine schöne hellblaue Péniche seht, dann grüßt die Drei ganz lieb von uns.

Schleusentreppe und die letzten 14 Male nach oben

Auch wenn am folgenden Abend der Gegenbesuch angestanden hätte, haben wir uns doch entschlossen, weiter auf Wanderschaft zu gehen. Wenn man sich das so angewöhnt hat, wird man ein wenig ungeduldig, wenn man sich so gar nicht vom Fleck weg bewegt. 

Trotz der nassen Aussichten wollten wir wenigstens die Schleusentreppe schaffen. Gerne wollten wir die alleine fahren. Das ist in den kleinen Dingern wirklich entspannender. Deswegen starteten wir schon vor 9, um pünktlich einzufahren. Den gleichen Gedanken hatten wohl noch zwei andere Schiffe und so teilten wir uns in wirklich netter Art und Weise gerecht auf. Wir würden die Schleusentreppe, das sind wirklich 14 Schleusen direkt hintereinander und ohne Pause, mit einem kleinen Segler schleusen. D. h. Wir würden wieder weiter nach vorne in die Schleuse müssen und die Leinen richtig gut in den Griff nehmen, damit wir weder vorne gegen das Schleusentor knallen, aber auch nicht gegen unseren Hintermann donnern. 

Alles in allem funktionierte das auch ganz gut und ich konnte mich mal wieder über die Entwicklung meiner beiden Mitfahrer freuen. Sie brauchten genau zwei Schleusen, um ihr System auszubaldowern. Nur ich stand kurzfristig unter Schock, weil Frauchen nicht aufs Boot zurückkam. Sie fuhr einfach mit dem E-Roller weg. Ich überlegte fieberhaft, ob es vielleicht in der Nähe eine Bäckerei gäbe, die sie sucht oder ob es dort oben trockener wäre. Aber Gott sei Dank wartete sie zuverlässig an der nächsten Schleuse und als ich das verstanden hatte, konnte ich mich wieder der schönen Natur widmen. Nur an einer Bäckerei kam sie offenbar nicht vorbei.

Nach der Schleusentreppe war der nächste Liegeplatz der unsere. Den Nachmittag regnete es durch und ab dem Abend sahen wir nur noch geschockt im TV, was da in Deutschland passiert ist. Sehr schlimm.

Jetzt geht es bergab

Nun war der Tag gekommen, an dem wir den Berg erklommen hatten. Nach einer kurzen Passage durch die Scheitelsohle kam die erste Schleuse, die nach unten führte und da denke ich jetzt immer noch drüber nach, wie diese Zauberei möglich ist. Zu Beginn der Reise sind wir immer in den Keller des Wassers gefahren und die Wand fuhr von oben nach unten, so dass wir irgendwann einen tollen Blick zurück in die Welt bekamen. Jetzt passiert das plötzlich umgekehrt. Ich sehe nette Häuschen, treffe manchmal lustige oder freche Schleusenhunde und wenn sich die Maschinerie in Gang setzt, kommt die Glibberwand von unten nach oben und wir verschwinden im Keller? Ich würde es ernsthaft mit der Angst zu tun bekommen, wenn nicht die Welt wieder käme, meist schöner als zuvor, sobald die Tore wieder aufgehen. 

Und meinen Zweibeinern tut das Runterschleusen gut, jedenfalls gehen sie das ganz locker an. Nur liegen neuerdings eine Axt und ein scharfes Messer auf dem Vorschiff. Das hat mich schwer beeindruckt, vor allem weil ich da natürlich nicht reintreten darf. Dabei handelt es sich um eine reine Sicherheitsmaßnahme, sagt der Kapitän. Es gibt beim Runterschleusen nämlich nur einen dummen Punkt und das ist der, wenn sich die Leine aus irgendwelchen Gründen verhaken oder verkanten würde. Dann senkt sich das Wasser weiter ab und  das Boot hängt plötzlich an den Leinen in der Luft. In so einem Fall muss man ganz schnell die betroffene Leine durchschneiden. Und da ich nicht mal schnell in die Küche  laufen kann, um ein Messer zu holen, hat Herrchen alles gleich mal bereit gelegt. 

Sperrung, die Zweite

Wir könnten jetzt ganz genüsslich weiter verfahren und bald in die Saône eintreten. Aber wir haben in der Zwischenzeit erfahren, dass dieser Fluss, ebenfalls aus Hochwassergründen, gesperrt werden musste. Also sind wir jetzt nur bis Fontenoy-le-Chateau gefahren und bleiben mal wieder liegen, aber ganz gewiss werden es keine fünf Tage, denn die Durchfahrt soll schnell wieder aufgemacht werden. Und gerade kommt auch hier der Sommer an. Wir können ja bis dahin ein bisschen putzen und waschen und in diesem entzückenden kleinen Ort wohnen bleiben. 

Also haltet uns weiter die Daumen.

Wir wollten es entspannt – jetzt haben wir es entspannt

Die französische Küche ist exakt meine. Allem voran ein Stück herrlich frisches Baguette, das Herrchen und ich jeden Morgen vom Bäcker bekommen. Dafür laufen wir täglich unserer Nase nach, bis wir den unvergleichlichen Duft von frisch gebackenem Brot erschnuppern. 

Sobald ich den in der Nase habe, zeige ich Herrchen das Geschäft, setze mich adrett davor und gebe ihm ein Zeichen, dass er jetzt Kontakt mit der Boulangerie aufnehmen kann. Wenn er dann mit geschossener Beute zurückkommt, gehen wir diskret ein paar Schritte auf Seite und ich bekomme meinen obligatorischen Anteil. Dieses Ritual begann in Schwebsange und heute, keine neun Tage später sind wir eingespielt wie ein altes Ehepaar und bringen die leckersten Wutzereien aufs Schiff.

Zwei Tage Luxemburg zeigen uns das Tempo der Reise

Auch wenn das kleine Land samt seiner Bewohner ein sehr entzückendes ist, war es nur ein kurzer Durchgangspunkt auf unserer Reise, der um einen Tag erweitert wurde, weil die Tankstelle trotz der Ankündigung eines Bootskollegen doch noch nicht spontan in Betrieb ist. Dieser Punkt war für uns jedoch nicht diskutabel, denn erstens ist es die letzte Tankmöglichkeit vor der Saône und zweitens ist der Sprit hier natürlich um einiges günstiger. So was nehmen wir immer mit. Schließlich kann man von dem Ersparten wieder essen gehen. Und das ist mir äußerst wichtig.

Die Gelegenheit schien zunächst günstig. Wir kamen am Montag an. Am Dienstag sollte der Tankwart kommen, so war die Aussage der äußerst sympathischen Hafenmeisterin mit eigener Geschichte. Auch sie war schon mit ihrer Peniche durch den Kanal gereist und beneidete uns deswegen sehr um unser Vorhaben.

Früh am Morgen legten wir auf direktem Weg am Tanksteg an und warteten. Erst bis um 9 Uhr, dann bis um 10. Schließlich wurde es drei Uhr nachmittags. Wir überlegten kurz, ob wir nach dem Tanken eine Station weiter wollten, verabschiedeten uns aber schnell von dem Gedanken. Wir wollten diese Reise ja ohne Zeit- und Termindruck angehen. Darüber hinaus wollte uns die deutsche Nationalmannschaft am Abend ins Viertelfinale schießen und das wollten wir auf keinen Fall verpassen. Also blieben wir. Das Viertelfinale bestreiten jetzt andere, unser Tank ist dafür randvoll.

Der erste Schritt nach Frankreich ist Metz

Ein kleines Stück Paris, wie meine beiden Leute immer sagen. Wir hatten den Tag davor ein wenig draufgehalten und waren die 62 km plus 6 Schleusen in einem Rutsch gefahren. Damit hatten wir uns einen ganzen Tag Zeit für das entzückende Städtchen rundum die Kathedrale St. Etienne herausgefahren. In größeren Städten habe ich das Schiff ja immer ein bisschen mehr für mich, weil die sich alles angucken wollen. Aber gegen Mittag holten sie mich ab und wir gingen gemeinsam in ein nettes Bistro zum Essen. Das Wetter war verträglich und so konnten wir draußen Platz nehmen. Ich zeigte mich von meiner besten Seite, ließ mich direkt neben dem Tisch nieder und wurde unsichtbar. Trotzdem kam der Koch mal kurz an mir vorbei und ließ mir dann von der sehr freundlichen Bedienung einen Gruß aus der Küche bringen. Ein Näpfchen mit 1 a frischem, rohem Fleisch wanderte vor meine erstaunte Schnauze und ich glaube langsam, dass Hunde in Frankreich ein sehr gutes Leben führen können. Wie auch die Hafenmeisterin aus Schwebsange, kann auch ich das kleine Restaurant nur empfehlen.

Toul nie wieder auf dem Wasserweg

Die nächsten Tage bis Toul verliefen ruhig und ohne besondere Vorkommnisse. Ich konnte sehen, wie sich meine beiden Zweibeiner immer mehr einspielten und das gibt auch mir ein beruhigendes Gefühl. So waren sie vor den drei „Stadtschleusen“, die nach Toul führen auch nicht sonderlich aufgeregt. Sie wussten zwar noch, dass die recht heftig scheppern, aber zwischenzeitlich sind wir Drei ja richtig gut.

Die Schleusen an sich klappten auch recht gut. Sie sind in der Tat ziemlich wirbelig und zwar schon bevor es richtig losgeht, aber das war nicht das Problem. Wirklich schlimm war das gesamte Kraut, das sich direkt nach der ersten Schleuse angesammelt hatte. So hatten wir uns das Gestrüpp postwendend eingesogen, den Filter verstopft und dampften wie ein kaputter Traktor. Ist mir echt immer ein bisschen peinlich, so unterwegs zu sein. Aber wenn den Kram niemand wegmacht?

Das allein war aber auch noch nicht das Übelste. Richtig schlimm wurde es in der letzten Schleuse vor dem Hafen, als sowohl das Getriebe als auch das Bugstrahlruder gleichzeitig ausfielen. Wir schafften es noch in die Schleuse, fuhren aber zu weit an der Treppe vorbei, sodass Frauchen nicht hochklettern konnte, um die Leinen zu befestigen. Während sie noch ratlos mit den Leinen in der Hand auf eine Eingebung wartete, tauchte von oben ein Engel in Gestalt der Schleusenwärterin auf und nahm freundlich lächelnd beide Leinen entgegen. 

Nach über einer Stunde endlich am Liegeplatz angekommen, öffneten wir den Motorraum und nahmen das verstopfte Kühlsystem unter die Lupe. Wir befreiten alles so gut es ging und hatten dann erstmal Ruhe. Aber am nächsten Tag mussten wir dieselben drei Schleusen ja wieder retour und das brachte uns einen weiteren Boxenstopp ein, indem wir wieder alles von dem Kraut befreien mussten. Nach der letzten Odyssee im vergangenen Jahr in Frankreich hatten wir selbstverständlich dazu gelernt und waren nun mit einer Luftdruckpistole und einem sehr langen Draht bewaffnet, sodass wir uns erstmal weitgehend von dem Schmodder befreien konnten.

Das Leid am Ankunftsabend in Toul hielt jedoch nicht lange vor. Erstens erfuhren wir, dass es im Kanal sehr viel besser werden würde und zweitens gingen wir blendend essen. Was die Zwei da wieder für mich mitbrachten, lässt mich ernsthaft darüber nachdenken, ob ich nicht in Frankreich wohnen bleibe.

Canal des Vosges – Wir kommen um zu bleiben

Die Säuberungsprozeduren mussten wir noch ein, zweimal wiederholen. Das Kraut schien überall zu stecken. Das bekamen wir noch den ganzen Tag zu spüren. Aber am späten Abend verließen wir die Mosel, verabschiedeten uns von der Berufsschifffahrt und traten in den Canal des Vosges ein. Jetzt, da war ich mir sicher, würde ich viel zu sehen bekommen. Die dortigen Schleusen funktionieren automatisch. In Neuve-Maison erhält man eine Art Fernbedienung, mit deren Hilfe man die einzelnen Schleusen von nun an in Gang setzt. Zuerst wird das Wasser für uns vorbereitet. Bei grüner Ampel können wir einfahren und uns festmachen. Dafür muss Frauchen aber jedes Mal die Leiter hochkraxeln und Herrchen die Leinen passgenau werfen. Liegt man dann fest, wird der Schleusungsprozess mit dem Hochziehen einer Stange in Gang gesetzt. Typisch für die kleinen französischen Schleusen ist, dass das Wasser mit ziemlich viel Tempo angeschossen kommt. Man muss sich also wirklich gut festmachen. Herrchen hatte sich da so ein besonderes System ausgedacht, was ihn dazu befähigen sollte, die Leinen alleine unter Kontrolle zu halten. Nun ja, es hielt genau eine Schleuse lang dann wurde modifiziert. 

Von meinem Beobachtungsposten aus, den ich bei wirklich jeder Schleuse einnehme, könnte ich durchaus den ein oder anderen wertvollen Tipp in die Runde werfen, aber als alte Pädagogin habe ich gelernt, dass selber entdecken viel besser für den Lernprozess ist, und meine beiden Eleven stellen sich so blöd gar nicht an. 

Im ersten Schritt übernimmt nun jeder eine Leine. Herrchen unten auf dem Schiff, Frauchen oben an der Schleuse. Zweitens ziehen wir es vor, alleine zu schleusen. Meist bekommen wir nämlich den Vortritt, weil wir das größere Schiff sind, dann bekommen wir die volle Ladung mit allen Kräften ab, während die Nachhut in unserem Windschatten gemütlich eine Etage nach oben fährt. Sind wir alleine können wir uns weiter nach hinten legen. Das führt dazu, dass wir auf der Seite anlegen können, an der Frauchen rausmuss. Das erspart ihr das höchst zügige Umrunden der Schleuse, um die Leinen auf der anderen Seite entgegen zu nehmen.

Charmes – ab jetzt im Gänsemarsch

Und dann kamen wir nach Charmes, wo uns charmanterweise zwei Bootsfahrer zu Hilfe eilten, um unsere Leinen aufzufangen und uns im selben Atemzug darüber aufzuklären, dass der Kanal weiter südlich, offenbar kurz vor Corre, aufgrund eines Unfalls komplett gesperrt sei. Es sei wohl bis zum 15. Juli ab dort kein Weiterkommen möglich. Zusätzlich hätten sich schon ganz viele Boote dort versammelt, die darauf warteten, durch das Nadelöhr zu schlupfen.

Ein Anruf beim VNF bestätigte das. Wir fahren nun also noch viel langsamer als geplant. Aber ich habe schon mal meine Nase in den Wind gehalten. Auch hier scheint es leckere Bäckereien zu geben. Die werden wir jetzt alle einzeln abklappern. 

A bientôt mes chers, restez fidèles à moi et passez un bon moment, votre Leila

Und schon sind wir am Ende von Deutschland

Zum ersten Mal seit fast zwei Jahren waren am 20. Juni alle Koffer, inkl. meiner überschaubar kleinen Reisetasche gepackt und ich konnte beim Anblick nur hoffen, dass mein Futter anderweitig an Bord gelangt ist. Wie bei unserer Schwedentour war das Rudel zunächst komplett und als wir in Winningen unser Schiff erreichten, schien auch alles seinen gewohnten Gang zu gehen. Während ich es mir erst mal gemütlich machte, wuselten meine Zweibeiner zwischen Auto und Schiff hin und her, füllten alles auf und richteten die Räumlichkeiten nett her. Meine Erziehung flutschte, das Personal flitzte.

Dann aber, als ich dachte, dass es nun endlich losgeht, verließen wir das Schiff wieder und stiegen ins Auto. Es konnte ja jetzt wohl nicht sein, dass wir wieder die Heimfahrt antreten würden. Jetzt wo endlich alles schön für die Abreise gerichtet war, wollten die wieder nach Hause? Nicht mit mir. Ich wusste ja jetzt wo das Schiff lag.

Wir fuhren jedoch nur eine kurze Strecke in den Nachbarort und marschierten in ein lecker riechendes Restaurant, in dem man mich sogar mit meinem Namen begrüßte, obwohl ich noch nie eine Pfote in dieses Etablissement gesetzt hatte. Das ließ Herrliches vermuten und deswegen zeigte ich mich auch von meiner besten Seite, machte brav Sitz und ignorierte den anwesenden Vierbeiner unter dem Tisch geflissentlich.

Silberhochzeit – ein wunderschön, privates Fest in tollem Ambiente

Man gab uns ein paar Schlüssel und direkt zogen wir weiter in ein herrlich kühles und schnuckeliges Hotelzimmer, indem es offenbar etwas zu feiern gab, denn alle schienen gut gelaunt. Wir blieben zwei Tage in dem leckeren Restaurant. Am ersten Abend feierten wir Abschied vom Junior, der nach Hause und an die Klausuren musste, am nächsten Tag zelebrierten wir den Abend romantisch zu Dritt und teilten uns die Leckereien etwas unfair zu meinen Ungunsten auf. Ich kann es den beiden nachsehen, denn das was ich bekam, war so unfassbar lecker und war überhaupt nicht mit den sonstigen Pizzarändern zu vergleichen, die normalerweise unter den Tisch wandern.

Gut geplant hilft beim Boot fahren auch nicht immer

Die Crew hatte sich perfekt vorbereitet. Die Zeit des unfreiwilligen Zuhausebleibens war genutzt worden, um Macken und Sollbruchstellen zu beheben. Es würde entspannt und fahrplanmäßig losgehen. Da war ich mir sicher. Und auch wenn ich als Reiseprofi gewohnt bin, dass es gerade in den ersten Tagen anders als gedacht läuft, blieb ich noch eine kleine Weile zuversichtlich.

Bereits am ersten Abend in Treis-Kaden musste Herrchen die Duschwanne erneut auspumpen. Das Wasser dort stieg zu hoch und ließ die Abwasserpumpe gleich mit absaufen. Am zweiten Abend in Senheim war dann die Bilge ziemlich gut gefüllt mit einer nicht sicher definierbaren Flüssigkeit. Der Kapitän konnte nicht herausfinden, ob es sich um Diesel, Wasser oder ein Gemisch handelte. So jedenfalls wollten wir uns nicht aus dem Dunstkreis unseres Mechanikers bewegen und deswegen riefen wir ihn an. Der Gute tauchte wirklich nach knapp zwei Stunden bei uns auf, befand mich für klasse und versenkte sich richtig ungemütlich für Stunden im Motorraum. Mir erging es nicht viel besser. Ich hatte nicht gut aufgepasst und mich spontan unter den Tisch verkrümelt. Bei offener Motorraumklappe entpuppte sich das als sicheres Gefängnis und ich musste dort ziemlich lange ausharren. Aber man weiß ja wofür man es tut.

Der Chef und sein Kollege verbrachten den Nachmittag bei uns und fanden keine Stelle an der das Wasser hätte austreten können. ! Dafür aber war das Getriebeöl schon wieder leer. Das füllte wir auf, zogen alles nochmal eine Spur fester und machten dann, nachdem wir die Bilge getrocknet hatten eine Probefahrt, um herauszufinden, ob Wasser, als das es sich schließlich herausgestellt hatte, von außen kam. Ich bin zwar eine routinierte Schwimmerin, was nicht heißt, dass ich das in einem fließenden Gewässer unter Beweis stellen möchte. Mir reicht es, meine Ente souverän aus jedem reißenden Fluss zu befreien und gut iss.

Zum Glück wurde das Wetter am nächsten Tag besser und der Junior hatte sich nach seiner Klausurenwoche zu Besuch angemeldet. Das hob die Stimmung. Das war auch nötig, denn kaum waren wir gestartet, fanden wir heraus, dass es auch die Abwasserpumpe nicht geschafft hatte. Und dieses Teil, was auch noch ein besonders Spezielles ist, ist nicht mal eben so schnell besorgt. Wir mussten also rum telefonieren und am Ende war es so, dass der Schwager die Pumpe in Wiesbaden besorgte, der Junior sie auf dem Weg zu uns dort abpflückte, sodass wir sie am Samstag kurz vor knapp einbauen konnten. Ich muss ganz ehrlich sagen, mein stubenreines Auftreten ist da schon ein bisschen unaufwendiger als das meiner Menschen, die ein hohes Maß an Technik benötigen, um die gute Stube sauber zu halten.

Jetzt läuft’s – hoffentlich

Das fehlende Rudelmitglied kam am Freitag wieder an Bord und von Bernkastel-Kues ging es zu unserem Lieblingsplatz in Pölich. Dort liegt man wie an einem Schweizer See und die ganze Zeit gibt es auf der Wasseroberfläche etwas zu gucken. Bei herrlichstem Wetter durfte zuerst ich eine Runde schwimmen, dann meine Menschen und am Abend wurde gegrillt und gelacht. Sonntagmorgen radelte mein jüngstes Herrchen zurück nach Bernkastel, stieg ins Auto und fuhr nach Hause. Wir machten uns auf die Reise zu unserer letzten Station in Deutschland. Konz stand auf dem Plan, die Geburtsstadt des Kapitäns. Dort kamen wir ohne besondere Vorkommnisse an. Bis vielleicht auf die Tatsache, dass der Schleusenwärter in Trier uns über Gebühr warten ließ, weil er auf die Berufsschifffahrt wartete, die nicht kam. Aber über solche Kleinigkeiten regt man sich nach einer Woche an Bord kaum mehr auf.

Alles in allem haben wir uns einpendelt. Das seemännische Geschehen läuft besser als von Frauchen vermutet. Auch zu Zweit bekommen wir das Schleusen hin. Alles eine Frage der Aufteilung. Die Technik des Kapitäns musste kurz modifiziert werden, hatte sich in der Praxis nicht ganz zu 100% bewährt. Nun aber haben sie den Dreh raus. Meine stumm gesetzten Impulse reichen aus und sie hören recht gut – meine Zweibeiner.

Morgen geht es endlich ins Ausland. Liebe Grüße, bleibt dabei und gespannt.

Eure Leila

Echt jetzt? Geht’s los? Ich bin bereit!!

Es mehren sich die Zeichen, dass sich in diesem Haus endlich mal wieder etwas tut. Bin ich doch hier angetreten, um ein europaweit wandelnder Labbi zu werden. Nach nunmehr über 20 Monaten des Innehaltens kann ich meine innere Uhr an den täglichen Tagesabläufen ausrichten, bevor es mein Rudel tut. So habe ich vorzeitig die Leine in der Schnauze, stehe am Fußball bereit mit dem Junior zu kicken und in meiner Futterecke, um meiner Lieblingsbeschäftigung nachzugehen. Ist alles ganz nett, aber täglich passiert hier dasselbe. Aber wie vielen anderen auch, fehlt mir die Welt.

Sonntagsfrühstück bei schönem Wetter

Es tut sich was! Ich bin begeistert

Seit ein paar Tagen scheint sich hier jedoch einiges zu tun. Es ist eine gewisse Rührigkeit zu verspüren, die mir Hoffnung macht. Gut, der Junior ist raus, der muss dieses Mal leider Zuhause bleiben, kommt aber immer mal wieder an Bord. Erfreulich zu sehen ist, dass Herrchen wieder baut. Er produziert Utensilien, die ganz offensichtlich aufs Schiff gehören und teilweise mit mir zu tun haben. So hat er ein überdimensionales Monster geschaffen, über das ich wandeln soll. Die Tücke: Gerade, wenn ich die Überquerung elegant und souverän hinbekomme, wird das Teil wieder ein Stückchen steiler aufgestellt. Gut, sie werden schon wissen, was sie da tun. Ich mache mit, wenn es nur endlich wieder losgehen kann.

Letzten Dienstag kam das Boot nicht nur wieder ins Wasser, wir fuhren über das lange Wochenende auch nach Winningen und überprüften, ob alle Reparaturen erledigt worden waren, machten eine heimelige Probefahrt und genossen das Dasein auf dem Wasser. Fazit: Das macht Lust auf mehr. Nur die Abwasserpumpe muss noch ausgesucht werden., sagt jedenfalls Frauchen.

Frauchen kann ich im Moment noch nicht helfen. Die kontrolliert als Sicherheitsbeauftragte die Reiseapotheke und ordert alles was während des vergangenen Trips aufgebraucht werden musste (und das war ja ein bisschen was) oder abgelaufen ist. Auch kauft sie Dinge fürs Schiff ein, die für mich völlig uninteressant sind: also Putzmittel, Wein und Klopapier. Und sie wäscht! Polster, Kissen und Bezüge. Das kann die Gute getrost machen – aber ohne mich. Ich steige ins Geschäft ein, wenn es um die wirklich wichtigen Dinge geht: Proviant und andere Leckereien.

Route

Hatte ich zwischendurch schon gedacht, es gäbe nur noch unser rheinhessisches Kaff, scheint auch Frankreich wieder auf die Karte zurückgefunden zu haben. Jedenfalls sieht so langsam alles danach aus, als könnten wir versuchen unseren heillos ins Hintertreffen geratenen Zeitplan einholen – aber ohne Eile. Wir haben uns vorgenommen, so zu fahren, wie uns die Lust und die Laune das vorgeben.

Zumindest bis Marseille – das ist der Plan! Das bedeutet, wenn alles klappt geht es in Winningen an der Mosel los. Und – mein Herzchen hüpft: Das bedeutet natürlich, dass dieser Sommer eine komplette geruchsvolle und entschleunigte Fluss- und Kanalfahrt wird, denn wer sich auskennt, weiß, erst in Marseille geht es ins Meer. Und das erst, wenn das Schiff wieder aufgeriggt ist und die Segel eingefädelt sind.

Vorher aber peilen wir es wie folgt an: Von der Mosel geht es in den Canal des Vosges – die Saône – die Rhone und zack sind wir im Mittelmeer. Dort dümpeln wir noch ein bisschen vor uns hin. Je nachdem wieviel Zeit noch übrig ist.

Der Wermutstropfen

Ich muss noch gute zwei Wochen Geduld aufbringen. Erstens damit das Boot sicher und schick ist und zweitens gibt es davor noch ein special Ereignis. Das habe ich zwar jetzt noch nicht so ganz kapiert, aber Herrchen und Frauchen wollen das ganz groß und nur zu Zweit feiern. Vielleicht kann ich da beim nächsten Mal ein bisschen mehr erzählen. Bis dahin, gehabt euch wohl,

Wuff kommt natürlich mit

Eure Leila

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