Ich bin entspannt geblieben, auch als es zwischendurch sehr abenteuerlich wurde. Heute morgen haben wir das Schiff bezogen. Es war viel zu tun, aber mein Rudel funktionierte einwandfrei. Das Rudel hat sich um 2 Freunde von Noah erweitert: sein deutscher Freund Alex und sein griechischer Freund Aki. Das gefällt mir gut, denn da hat immer einer Zeit für mich.

Nach gut einer Stunde Packzeit konnten wir los. Alles lief ohne besondere Vorkommnisse, als Noah in der Kombüse Wasser entdeckte. Es kam von unten aus dem Motorraum und war richtig viel. Guny riss sofort die Klappe zum Motor auf und da sahen alle das Desaster: Das Wasser hatte schon einige Technikteile verschluckt und war gerade dabei den Motor zu fluten.

Von einer auf die andere Sekunde herrschte hochkonzentrierte Betriebsamkeit. Alle zur Verfügung stehenden Pumpen kamen zum Einsatz und schafften das Wasser literweise wieder raus. Wer den Rhein kennt, weiß, dass ein manövrierunfähiges Schiff eine sehr ernste Sache ist und man sich keine Fehler erlauben darf. Unsere Maßnahmen halfen und der Pegel im Motorraum fiel zügig.

Das Problem ist für ein bis zwei Tage einfach noch, dass Holzstellen noch nicht komplett aufgequollen sind, aber nun durch die Fahrt von Wasser geflutet werden. Keine lustige Sache, aber wir haben es im Griff und ich fühle mich bei meinem Rudel sicher. Schon in dieser doch leicht brenzligen Situation haben sie sich bewährt.

Nun liegen wir sicher in Wiesbaden. Jetzt muss nur das Wetter besser werden und die Deutschen sollten im Spiel gegen die Schweden als Sieger vom Platz gehen🤩