Es ist nicht zu fassen! Alle Drei sind auf emsige Weise unterwegs, räumen, packen die Koffer, waschen das Auto und weichen völlig von unserem griechischen Rhythmus ab. Auch mein ganzes Hab wandert in den Kofferraum. Das hat nichts Gutes zu bedeuten; so gut kenne ich mein Rudel mittlerweile. Wir werden in nicht ziemlich naher Stunde gen Deutschland aufbrechen. 

 

Würde man mich fragen, so würde ich an dieser Stelle mein Veto einlegen, denn ich habe mich so richtig schön eingegroovt. Ich liebe die Tage auf meiner griechischen Insel. Am Morgen drehe ich mit Herrchen meine frühe Runde. Hat er gedacht, dass ich das im zweiten Jahr alleine verrichten würde, so musste er lernen, dass er damit falsch liegt. Herrchen geht schön mit. Das nennt man auch Hundeerziehung.😉

Etwas später stößt Frauchen dazu. Die braucht erstmal einen Kaffee, um am Leben teilnehmen zu können. Dafür stellt sie sich in Sachen Sport nicht so an. Während sie täglich ihre Viertelstunde im doch recht frischen Pool schwimmt, trabe ich das gleichzeitig am Rande des Wasserbeckens ab, so dass ich sie jeweils am Ende der Bahn in Empfang nehmen kann.

Bis dahin ist vom Juniorchef weit und breit noch nichts zu erspähen. Wenn er dann aber auf der Bildfläche erscheint, gibt es in der Küche stets leckere Gerüche aufzuschnappen; und den ein oder anderen Happen auch.

Bis zur Mittagszeit geht dann jeder seinen Geschäften nach. Herrchen streicht das Haus weiter an, Frauchen tippt in die Maschine, was ich ihr so einflüstere. Wenn Sie damit fertig ist, stößt sie neue, mir völlig unbekannte Laute aus. Es stellt sich heraus, dass das schwedische Vokabeln sind, die mir da um die Schlappohren fliegen . Noah sitzt auch fleißig am Tisch und erledigte seine vielen Aufgaben, die so ein aufstrebender Abiturient zu verrichten hat. Und ich teste die verschiedenen Liegeplätze rund ums Haus.

Nach einem kleinen Snack plätschert auch die zweite Tageshälfte vor sich hin. Herrchen ackert sich durch multiple Websiten auf der Suche nach einem  brauchbaren, fahrbaren Untersatz für uns, Frauchen pflanzt draußen vor sich hin und Noah besucht seinen seinen Freund Aki oder geht mit mir auf den Tennisplatz unserer befreundeten Nachbarn. Dort lasse ich ihn ganz schön sprinten. 

Am Abend kommt das Highlight: Frauchen, Herrchen und ich marschieren etwa 45 Minuten bis in den Ort (Das Auto hat ja der Junior). Dort gehen wir alle zusammen Vorspeisen essen. Das haben wir uns bei den Griechen abgeguckt. Jeder bestellt, wozu er Lust hat. Alles wird auf den Tisch gestellt und dann picken sich alle quer durch die Teller. Am Ende sind WIR dann so satt, dass meist keiner mehr eine Hautspeise braucht.

Gut, war klar, dass das irgendwann ein Ende haben würde. Fahren wir halt wieder Fähre, und nochmal Fähre und dann ein bisschen viel Auto. Ist aber nicht schlimm, mittlerweile habe ich begriffen, dass dieses schöne Haus etwas mit uns zu tun hat, denn wir kommen ja öfter hierher und das ist auch gut so.

Allerdings wird es im nächsten Jahr ein wenig später, bis wir wieder auf der Insel einlaufen, denn zuerst ist die Tour durch Schweden dran. Da gibt es bestimmt viel zu erleben und zu berichten.

Also dann gute Reise, wir lesen uns🐻⛴