Sind wieder bestens Zuhause angekommen. Und für die Reise habe ich von der Cheftrainerin ein dickes Lob bekommen. Denn ich kann das jetzt sehr souverän mit dem Reisen. Besonders toll fand sie, dass ich an der lockeren Leine äußerst souverän mit in die Garage eingelaufen bin. Am Ende der Fahrt sammeln sich die Massen an Menschen, Taschen und Koffern vor sämtlichen Eingängen. Jeder will als Erster an seinem Auto sein, als könne er damit irgendetwas schneller machen. Das macht mir aber gar nichts mehr und ich wandelte zu unserem Auto, als wäre das mein tägliches Ritual. Das fanden alle toll.😀👌 (unten Hafen von Ancona)

Die Überfahrt war auch so weit ruhig, nur mitten in der Nacht gab es auf der Fähre einen unangenehmen Ruck, den niemand von uns einzuordnen wusste und uns aber (fast) alle schlagartig weckte.

Es muss kurz nach Mitternacht gewesen sein, denn wir hatten die Reisenden aus Igoumenitsa schon aufgenommen. Ich lag auf meinem Lieblingsplatz unterm Bett und wusste nicht was geschehen war. Mein Rudel blieb zunächst ruhig, aber ich konnte die Gespanntheit in der Situation wittern. Keiner sagte was, aber ich fühlte wie Herrchen und Frauchen abwarteten, was als Nächstes passieren würde. Mit dem Wetter konnte das alles nichts zu tun haben. Wir waren bei herrlichstem Sommerwetter und ruhigem Fahrwasser unterwegs. Zum Glück passierte nach diesem Vorfall nichts weiter, aber am folgenden Morgen bekam ich schon mit, dass die beiden sehr beunruhigt waren. Noah hatte tief geschlafen. Er hatte von all dem nichts mitbekommen.

Herrchen meinte, die seien „irgendwo gegen geknallt oder hätten vergessen eine Leine loszumachen“. Frauchen hatte Angst gehabt, dass sie sich ein Leck eingefangen hätten und hatte auf Durchsagen gewartet, die die Passagiere zu den Rettungsbooten leiten würden.

Mir wurde daraufhin ganz schlecht. Was würde denn dann aus mir werden? Gab es Rettungswesten für Hunde an Bord? Würde in so einer Notsituation (die in unserem Fall ja Gott sei Dank keine war) überhaupt einer darüber nachdenken, einen Hund zu retten? Wäre ich mir selbst überlassen? Würde ich ertrinken? Bevor mir diese Fragen zu intensiv wurden, döste ich lieber ein bisschen weg.

Als wir dann zwei Stunden vor Ankunft, unsere Kabine verlassen mussten, waren alle trüben Gedanken wieder verflogen. Das Wetter war zwar ein wenig trüb, aber noch schön warm. Ich legte mich unter den Tisch und ließ mich von den vielen an mir vorbei flanierenden Hundedamen und -herren ablenken und konnte mich an den verschiedenen Artgenossen sehr erfreuen, wie ein spannender Besuch im Kino .

Ich führe ein tolles Hundeleben und bin viel unterwegs. Da gehört ein bisschen Risiko eben dazu. Es könnte mir ja auch Zuhause etwas Dummes passieren. Also habe ich beschlossen nicht weiter darüber nachzudenken. Vielleicht nimmt mein Frauchen bei der nächsten Überfahrt eine Schwimmweste für mich mit. Für die Tour nach Schweden brauche ich sowieso eine.

Apropos Zuhause. Dort sind wir gut und sicher angekommen und ich finde es auch hier richtig toll, zumal wir heute gleich bei bestem Sommerwetter einen sehr große Runde gelaufen sind. Deswegen ist jetzt auch Chillen auf ganzer Basis angesagt.

Viele Grüße, wir lesen uns🐻