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Noch 8: Ordnung mit Deadline

Seit heute sind die Fäden gezogen. Das Thema OP ist für mich damit ad Acta gelegt. Bis zum Wochenende muss ich noch an der Leine laufen, danach habe ich meine alte Freiheit wieder. Ich war aber so tapfer, dass ich Zuhause direkt eine fette Knabberstange bekommen habe.

Derweil herrscht hier im Hause nachwievor rege Betriebsamkeit. Es wird geräumt, verschoben und geordnet, dass es mir im Hirn nur so schwirrt. Es ist schon interessant, wie die Menschen agieren, wenn sie auf einen festen Punkt zusteuern. Bei Abreise soll alles seine Ordnung haben und das reduziert sich nicht nur auf die Fächer im Schrank und die allen bekannten Kruschelecken,. Es ist ein guter Zeitpunkt Vieles zu überprüfen: Braucht man dieses Abo wirklich? Ist diese Beitragszahlung wirklich notwendig? Sind wir für die Reise ausreichend versichert? Ist der Impfpass noch aktuell? Während man all diese Fragen zunächst als lästige Pflicht empfindet, merkt man mit der Zeit, dass es etwas mit einem macht: Man fühlt sich so aufgeräumt. Alles rutscht wieder an seinen Platz und man kann geordnet in den neuen Abschnitt starten.

In dem Zusammenhang freut sich Frauchen auch aufs Packen, genauer gesagt aufs reduzierte Packen. Wenn man darüber nachdenkt, was auf so eine große Reise mit in den Koffer soll, fällt einem ganz viel ein, ohne das man spontan auf keinen Fall auskommen kann. Da wir schon öfter mit dem Schiff unterwegs waren, konnten wir aber die Erfahrung machen, dass man gar nicht so viel braucht und vieles ungenutzt im Schrank bleibt. Seien es Kleider oder Gegenstände, die man meint unbedingt dabei haben zu müssen. Was hatten wir am Anfang z. B. massenhaft Spiele dabei. Am Ende wurde entweder stets das gleiche Spiel genutzt oder wir luden uns eine Spiele-App (so was wie Tabu) aufs Tablet und hatten auch unseren Spaß.

Das digitale Equipment hilft dabei natürlich enorm. Mit dem e-reader z. B. steht einem die ganze Buchwelt zur Verfügung und man muss sich nicht im Vorfeld entscheiden, was man so alles lesen möchte. Darüberhinaus braucht man auf dem Schiff auch nicht so viel, weil man viel mit Gucken oder Schiffsmanövern beschäftigt ist. Man wechselt sich beim Fahren ab, schleust mal mehr, mal weniger oder bereitet die nächste Etappe vor. Kommt man irgendwo an, stehen immer Aufgaben an, die zu erledigen sind und man will natürlich auch noch etwas unternehmen.

Also zurück zum Packen: Wichtig ist, glaube ich, dass man gute funktionale Kleidung dabei hat, wenn das Wetter sich mal nicht so von seiner sonnigen Seite zeigt. Abend- oder Landgang-Outfits können in überschaubarer Menge mitgenommen werden. Wir sind ja fast jeden Tag an einem anderen Ort. Da weiß ja keiner, dass ich dieses Kleid schon mehrmals getragen habe. Das lässt dann noch genug Platz im Koffer, für die ein oder andere Neuanschaffung.

Das Wort „reduziert“ ist natürlich in Anführungszeichen zu setzen, denn es muss noch genug Hausrat für fünf Nasen eingepackt werden. Das ist auch der Grund warum der Keller immer voller wird.

Richtig es wird fünf Crewmitglieder an Bord geben, denn unser griechischer Kampfkater muss auch mit.

Findus ist 13 Jahre alt, lebt seit seiner Geburt bei uns und ist auch noch echt gut in Schuss. Er sieht auf den ersten Blick recht harmlos aus, hat es aber schwer in sich und es mir bei meinem Einzug ins Rudel nicht ganz leicht gemacht. Dauernd wollte er mir beweisen, dass ER der Chef im Ring ist und die älteren Rechte hat. Was soll ich sagen: Ich bin natürlich der Klügere und lasse ihm sein Denken. Er darf in mein Körbchen, er darf auf die Couch und aus meiner Wasserschüssel saufen lasse ich ihn auch. (Dafür weiß ich wo sein Napf wohnt…)

Aber der Gute wird sich noch umschauen. Zwar war er als Baby schon auf dem Boot und fand das dort auch ganz lustig, aber das ist ja schon einige Jahre her. Während ich also weiß, wie das an Bord so läuft, muss er alles wieder lernen. Mal gespannt, wie er sich da so macht: Aber als Teil der Familie gehört er dazu. Und den Umzug aus Griechenland hat er bestens gemeistert. Aber damit es für ihn nicht ganz so heftig wird, hat Frauchen (obwohl sie kein Freund dieser Perlchen ist) ein paar Beruhigungs-Globulis besorgt.

Kategorien: Allgemein

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2 Kommentare

  1. Man fiebert richtig mit!!! Toll, dass Ihr das angeht, diesen Riesentrip!!aber: ich persönlich werde Dich in real life echt vermissen und freue mich jetzt schon, wenn Ihr wieder zurück seid!

    • labbigoeseurope

      21. Februar 2019 — 10:30

      Danke, meine Liebe 💗, ich dich auch. Dann müssen halt im Winter doppelt so viele Frühstücke stattfinden und an WLAN auf dem Schiff wird auch schon gearbeitet.

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