Noch 2: Wir richten uns ein


We proudly present die erfolgreiche Teilnahme an der Hundeführerscheinprüfung. Zunächst war mir ja völlig unklar, warum ich an einem völlig fremdem Ort eine gute Stunde alleine im Auto verbringen sollte. Als wir dann aber unsere altbekannten Übungsplätze ansteuerten, wusste ich was von mir erwartet wurde und habe mein Know-how souverän abgeliefert. Sogar den dämlichen Maulkorb habe ich mir anziehen lassen.

Alle vier Teilnehmer und ihre Vierbeiner haben bestanden; der Hundelehrerin und ihrer Geduld sei Dank. All die vielen Samstage und Stunden im vermatschten Feld haben sich ausgezahlt. Auch die Prüferin war eine Nette und hat für eine gute Atmosphäre gesorgt.


Dann ging alles ganz schnell. War ich am Samstag nach vier Stunden Prüfung komplett platt, fand ich mich Sonntagmorgen zu Nacht schlafender Zeit im Auto wieder. Es ging endlich los. Wir fuhren nach Loosdrecht, wo seit Monaten unser Boot liegt und nahmen es in Beschlag. Generalstabsmäßig wurde das Schiff bezogen. Unverständlicherweise durfte der Tiger zuerst an Bord. Das stimmt überhaupt nicht mit der Hierarchie des Rudels überein, aber da es für Findus den größten Stress bedeutet, hatte er Vorfahrt. Er schlupfte aus seiner Box und suchte sich direkt eine Höhle unter dem Bett der Eignerkabine. Für den Rest des Tages ward er nicht mehr gesehen. Er verhielt sich ruhig, meckerte nicht und versuchte von Zeit zu Zeit, sein neues Terrain zu erkunden. Mein Rudel ist ein schlaues. Deswegen haben sie es so eingerichtet, dass ich nur bis zur Treppe darf. So kann sich der rote Meister im unteren Teil frei bewegen und hat erstmal Ruhe vor mir. Ich tue ihm selbstverständlich nichts, aber zur Zeit scheint er ein wenig dünnhäutig unterwegs zu sein.

Zwei große Erfolge sind in dieser Hinsicht dennoch zu vermelden: Er hat sofort sein Katzenklo angenommen und in der zweiten Nacht das geöffnete Kabinenfenster als Katzenklappe deklariert und mehrfach genutzt. 

Gleich der erste Tag war  für meine Zweibeiner Arbeit in hochdosierter Form. Es wurde im wahrsten Sinne „klar Schiff“ gemacht und der halbe Haushalt aus der alten Heimat wanderte in die verschiedensten Fächer und Stauräume. Die scheinen im Ausland keine Geschäfte zu haben, jedenfalls sind wir bis unters Dach erstmal voll. Plötzlich war es halb acht und meine Menschen ziemlich kaputt. Es gab ein schnelles Abendessen und noch ein paar Seiten im Kindle. Dann ging auch schon das Licht aus. 

Am zweiten Tag fuhren wir wieder auf unsere kleine Insel breiteten erneut unsere Habseligkeiten aus, wienerten alles, sortierten knallhart aus und versuchten Ordnung zu schaffen. Fazit bislang: Wir haben viel zu viel Zeug dabei (wo blieb nur das reduzierte Packen ?) und jeder von uns muss sich von einigen Dingen verabschieden, die zurück in den Anhänger wanderten…

Natürlich läuft nicht alles rund. Während wir so vor uns hin rödelten (und ich mit drei anderen Bootshunden völlig frei um die Wette tollen durfte), ließen meine Menschen nur so rein sicherheitshalber den Generator laufen. Dieser nutzte die Gelegenheit und machte nach einer Stunde wieder schlapp. Das führte dazu, dass nicht gekocht, sondern gegrillt wurde (fand ich persönlich super), dass per Hand gespült wurde und wir nun morgen wieder einen Termin in der Werft haben. Denn so langsam nervt das. In der Werft läuft er immer super und bei uns macht er schlapp??

Spaß macht es bislang trotzdem, die Sonne scheint und wir sind guter Dinge. Wenn morgen alles läuft, wollen wir noch schnell einen Abstecher nach Utrecht machen. Gestern sind wir schon kurz in Loosdrecht auf einen Kaffee und ein Stückchen Tarte gewesen. Bei bestem Sonnenschein und romantischer Gegend, haben wir den Ausflug direkt genossen. 

Bleibt dran, Ihr hört von mir.

Kategorien: Allgemein

6 Kommentare

  1. I spent a lot of time to locate something like this

  2. Ich wünsche Euch eine prima tagestour mit Ersatzbrille und laufendem Generator!!

  3. labbigoeseurope

    2. April 2019 — 19:39

    Sind ganz euphorisch, seit der Reperatur heute Mittag ist der Generator durchgelaufen. Ich habe gut kochen können und die Heizung macht mollig warm. Morgen steht unsere erste Tagestour an.

  4. Bis auf den Generator klingt das ja gut und die paar Sachen zu viel könnt ihr bestimmt locker entbehren. Ich drücke die Daumen für die Reperatur und freu mich sehr auf die weiteren Berichte! Liebe Grüße und gutes Gelingen!

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