Wir sind in Dänemark! Und mit denen läufts

Burgtiefe /Fehmarn – Stubbekobing (Dänemark)

Wir hatten eine richtig schöne und ruhige Überfahrt und – eine lange. Wir haben letztendlich über 90 km in elf Stunden zurückgelegt. Und das wird wohl auch die Strategie der nächsten Tage sein: An Tagen, an denen es windmäßig vertretbar ist , versuchen weit zu kommen, um dann an ungemütlichen Tagen im „Hafenkörbchen“ bleiben zu können. Tja, so ist es jetzt, nicht wir bestimmen, sondern das Wetter zeigt uns, wann wir fahren, wie weit wir kommen und wie lange wir liegen bleiben. Ist man als so eng getaktetes Lebewesen mit rasendem Alltag nicht gewöhnt, hat aber was.

Am Abend vor unserer Abfahrt kündigte sich die Wetterberuhigung an und rund ums Boot wurde alles für die Überfahrt vorbereitet. Auch ich musste meinen Teil dazu betragen und eine gewisse Zeit mit der Schwimmweste rumturnen, damit ich im Fall der Fälle nicht rumzappele.

Die Ostsee zwischen Fehmarn und Gedser zeigte sich von ihrer Schokoladenseite, was ich sehr nett fand, denn ich habe jetzt herausgefunden, wie das mit den Wellen und mir ist: Am liebsten bin ich vorne und erschnüffele mir die „Meereszeitung“. Das riecht alles so komplett anders, als ich es von den Feldrändern kenne. Hunde scheinen hier nicht so oft vorbeizukommen, es duftet eher maritim bis amphibisch. Schwer interessant. Total. Zu viele Wellen mag ich aber nicht, dann werde ich auch direkt nach hinten gerufen, da ist es ruhiger und ich kann auch keine Dummheiten machen (als würde ich mitten auf der See eine Möwe erjagen wollen).


Da es so famos lief, entschied das Rudel auf der Höhe von Gedser, gleich bis nach Haesnaes weiterzufahren, so nach dem Motto, was wir haben, haben wir. Und dann machen die ja manchmal Sachen, die kann man als vernunftbegabter Labbi nicht nachvollziehen, aber man ist ja von Hause aus treu. Wir hatten also in Haesnaes um 16 Uhr angelegt, den Strom angeschlossen, nochmal umgelegt, weil das besser schien, den Hafenmeister gesucht und nicht gefunden, den Strand erblickt; all das nur um dann wieder abzulegen und wieder wegzufahren? Herausgehört habe ich nur, dass hier in diesem Örtchen weniger als nichts zu finden war (hatte Frauchen ja nicht von Anfang an betont!) Das schien für die kommenden Tage etwas schwierig in Sachen Wetterbeobachtung zu sein und es gab ja noch das große Projekt des eigenen Internets. Deswegen brauchte es die ein oder andere Einkaufsmöglichkeit.

So landeten wir dann gegen 6 Uhr am Abend in Stubbekobing und haben es nicht bereut. Der Wind der vergangenen zwei Tage ist wirklich nicht ohne (Video auf Instagram @labbigoeseurope)und den Technikern und ITlern an Bord sei Dank: Wir haben jetzt unser eigenes Netzwerk an Bord. Sind also endlich von allen doch schwach funktionierenden WIFIs und der knauserigen GigaByte-Verteilung unabhängig.

Die Details habe ich jetzt auch nicht so auf der Pfanne, aber mit diesem lustigen Halb-Ei, sind wir in der Lage Internet zu empfangen (Reichweite ca. 20 sm bei freier Sicht auf die Funkmasten). In den Glomex steckt man dann eine SIM-Karte und jetzt kommt der Hammer: in Dänemark (und später auch in Schweden) haben die das im Griff.!!! Hier gibt es 200 GB für 30 Tage, kostet in etwa 27 €, bei flächendeckendem 4 G. Weitere Bemerkungen erspare ich mir an dieser Stelle, obwohl ich mich schon wundern muss, wie zähflüssig das in meiner Heimat laufen muss. Unsere Kommunikation jedenfalls ist gesichert und wir können nun auch auf dem Meer die Wind- und Wetterlage checken, ohne dauernd mit unseren nicht nennenswerten Datenvolumen haushalten zu müssen.

An den Tagen im Hafen ist uns überhaupt nicht langweilig. Es werden die Vorräte aufgestockt, Wanderwege erkundet, das Schiff auf Vordermann gebracht und die ortsansässige Restauration getestet.

Auch mit der Katz‘ hat Frauchen ein Agreement gefunden: An Abenden vor wichtigen Schlägen, darf er nicht raus. Damit muss er leben. In allen anderen Nächten muss er sich melden, bekommt dann seinen Tracker an und das Fenster auf. Entzückenderweise lässt sich das Katzentier drauf ein. Er wird noch richtig kommunikativ und ich ein wahrer Fan von ihm. Leider ist ihm meine Leidenschaft das ein oder andere Mal zu üppig. Spaßbremschen.

Was gibt es heute eigentlich zu essen?

Tak fürs Zuhören!

Kategorien: Allgemein

5 Kommentare

  1. Leila, isse kalo skilaki!

  2. Ihr seid klasse! Ich vermisse Euch schon!!!

    • labbigoeseurope

      7. Mai 2019 — 13:09

      😍😍😍😍😍 Es ist zwar toll auf Reisen zu sein und eine völlig neue Welt, so dauerhaft, aber du fehlst uns auch. Ich bekomme auch kein regelmäßiges Leckerli mehr, wenn du uns besuchen kommst.😞😞😞

  3. Hallo Leila,
    Du bist ja schon ein richtiger Bord-Hund geworden. Ich bin da ja eher so ein Land-Beagle.
    Im Sommer wollen meine Menschen auch mit mir auf das Wasser. Ich weiß ja noch nicht, ob
    das so eine gute Idee ist.
    Ich habe z.B. gehört, dass es auf dem Wasser gar keine Hasenfährten gibt!
    Mir ist da ja so ein Waldurlaub lieber bei dem ich ganz viele Fährten verfolgen kann und
    manchmal sogar was zu essen auf dem Boden finde.
    Naja mal gucken, ich beobachte einfach Deinen Blog, vielleicht werde ich dann ja auch noch ein Schiffshund bevor es los geht.
    Viele Grüße (auch von meinen Menschen an Deine Menschen) Lenny

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